Zinssenkung gefordert
Frankreich macht wieder Druck auf Trichet

Frankreichs Regierung lässt nicht locker. Aus Paris sind erneut Forderungen an die Europäische Zentralbank (EZB) laut geworden, die europäische Konjunktur mit einer Zinssenkung anzukurbeln.

HB PARIS. Die wirtschaftliche Entwicklung der Region würde von einer Zinssenkung profitieren, sagte ein enger Berater des französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy der Zeitung "La Tribune". Auf die Frage nach einer möglichen EZB-Zinssenkung sagte Henri Guaino, er würde dies als eine gute Nachricht betrachten. Sarkozy hat die EZB bereits wiederholt aufgefordert, mehr für die Konjunktur und die Beschäftigung zu tun, statt sich ausschließlich auf die Eindämmung der Inflation zu konzentrieren.

Sarkozy stellt vor allem den starken Euro in Frage, da dieser die französischen Exporteure im internationalen Wettbewerb bremse. Die wiederholte Kritik aus der französischen Regierung hat bereits für Unmut unter den EZB-Mitgliedern gesorgt. Sie forderten französische Politiker schließlich auf, sich nicht mehr zur EZB-Politik und dem Stand des Euro zu äußern.

Sarkozy-Berater Guaino bezeichnete diese Aufforderungen als "absurd". Die Währungspolitik sei schließlich kein zweitrangiges Thema. Selbst Deutschland würde trotz seines Handelsüberschusses anfangen, die Stärke des Euro in Frage zu stellen. Die Finanzminister der Eurozone treffen sich am heutigen Montag in Luxemburg.

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