Zinssenkungen
Trichet sieht kein Patentrezept gegen Finanzkrise

EZB-Präsident Jean-Claude Trichet sieht kein Patentrezept im Kampf gegen die Finanzkrise. Je nachdem, ob die Notenbanken eines Landes mit Inflationsdruck zu kämpfen hätten seien Zinssenkungen im Einzelfall angebracht oder nicht.

HB SAO PAULO. "Wir sind nicht in derselben Lage", sagte Trichet am Montag nach einer Konferenz der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ) in Sao Paulo. Alle Zentralbanker müssten weiterhin sehr wachsam sein. "Wir haben es ohne Zweifel mit globalen Finanzturbulenzen zu tun, die intensiv sind und sich verstärkt haben", fügte Trichet hinzu, der sich auf einer Pressekonferenz nach Abschluss des G20-Treffens in Brasilien äußerte.

Zur G20 gehören die sieben führenden Industrienationen - darunter auch Kanada - und Russland sowie wichtige Schwellenländer wie China, Indien und Brasilien. Die Finanzminister und Zentralbanker der G20-Gruppe hatten sich am Wochenende in Brasilien getroffen, um ihre Positionen für den am 15. November geplanten Weltfinanzgipfel zur Finanzkrise in Washington abzustimmen.

Angesichts der Konjunkturflaute hatte die EZB ihren Leitzins seit Anfang Oktober in zwei Schritten von 4,25 auf 3,25 Prozent gesenkt, um die Wirtschaft mit billigem Geld zu stützen. Die meisten Experten gehen davon aus, dass der sinkende Preisdruck der EZB in den kommenden Monaten Spielraum für weitere Zinssenkungen gibt.

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