Zusätzliche Arbeitsplätze
Jobs schon bei 1,5 Prozent Wachstum

Nach Meinung prominenter Ökonomen werden in Deutschland zurzeit bereits bei einem Wachstum von 1,5 Prozent und darunter zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen.

HB BERLIN. „Die Beschäftigungsschwelle dürfte je nach Branche auf 1,5 bis ein Prozent gesunken sein“, zitierte die „Welt am Sonntag“ den Vorsitzenden des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Bert Rürup. „Dieses Mal sinkt die Arbeitslosigkeit und wächst die Beschäftigung stärker als in vorangegangenen Belebungen“, sagte Rürup dem Blatt.

Es sehe alles danach aus, als würde nach diesem Aufschwung auch die Sockelarbeitslosigkeit gesunken sein. Auf diese Weise könnte der deutsche Sozialstaat einem alten Teufelskreis entkommen. Seit den 70er-Jahren sei die Zahl der Arbeitslosen mit jedem Konjunkturzyklus gestiegen, weil die Unternehmen im Abschwung mehr Beschäftigte entlassen, als sie im Aufschwung wieder angeheuert hätten.

Eine Beschäftigungsschwelle von höchstens 1,5 Prozent, „wenn nicht sogar darunter“, sieht laut „Welt am Sonntag“ auch der Präsident des Zentrums für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) in Mannheim, Wolfgang Franz. Bisher galt unter Ökonomen die Faustregel, dass in der Bundesrepublik erst ab einem Wirtschaftswachstum von real über zwei Prozent langsam neue Stellen entstehen.

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