Zweistelliges Wachstum und mehr Jobs
Aufschwung erfasst Baugewerbe

Im Januar hat der Konjunkturaufschwung in Deutschland auch dem Baugewerbe Aufwind verliehen und das kräftigste Auftragsplus seit mehr als zwölf Jahren beschert.

HB BERLIN. Trotz der höheren Mehrwertsteuer gingen preisbereinigt (real) 14,7 Prozent mehr Aufträge ein als im Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Ein stärkeres Plus hatte es zuletzt im Mai 1994 gegeben. Auch der Umsatz zog um 17,8 Prozent auf 4,1 Mrd. Euro kräftig an. Die Zahl der Beschäftigten stieg um gut 30 000 auf 686 000.

„Das ist ein guter Start ins Jahr 2007“, sagte Heiko Stiepelmann vom Hauptverband der Deutschen Bauindustrie (HDB). Getrieben werde die Nachfrage vom Wirtschaftsbau. Wegen ihrer guten Auftragslage investierten viele Unternehmen in Erweiterungsbauten. „Da auch die Ertragslage der Firmen gut ist, fällt die höhere Mehrwertsteuer nicht so ins Gewicht“, sagte Stiepelmann. Während die Aufträge im Wirtschaftsbau real um mehr als ein Viertel gestiegen seien, habe es im Wohnungsbau wegen der Steuererhöhung einen Rückgang von 4,5 Prozent gegeben. Dazu trug auch das Ende der Eigenheimzulage bei. Die öffentlichen Aufträge legten wegen höherer Steuereinnahmen der Kommunen zweistellig zu. „Besonders der Straßenbau nimmt wieder zu“, sagte Stiepelmann.

Die gute Baukonjunktur spiegelt sich auch in der steigenden Beschäftigung wider. Nach dem Wiedervereinigungsboom hatte das Baugewerbe eine schwere Strukturkrise durchgemacht und seit Mitte der neunziger Jahre rund die Hälfte seiner ehemals 1,4 Mill. Arbeitsplätze verloren.

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