Zweites Quartal
Chinas Wirtschaft wächst etwas langsamer

In China hat sich das Wirtschaftswachstum im zweiten Quartal aufgrund geringerer Exporte und politischer Maßnahmen gegen eine Überhitzung etwas verlangsamt. Doch die steigenden Preise ängstigen die Nationale Statistikbehörde.

HB PEKING. Das Nationale Statistikbüro (NBS) teilte am Donnerstag mit, das Wachstum sei im zweiten Quartal auf 10,1 Prozent gesunken nach 10,6 Prozent in den ersten drei Monaten des Jahres. Für das erste Halbjahr gab die Behörde eine Rate von 10,4 Prozent an. Die gegenwärtige Konjunkturabkühlung verlaufe im Rahmen der Erwartungen, teilte das Statistikbüro weiter mit.

Besorgt zeigte sich die Behörde über die steigenden Preise – vor allem für Lebensmittel und Energie. „Obwohl die Inflation etwas zurückgegangen ist, befindet sie sich immer noch auf einem ziemlich hohen Niveau“, teilte NBS-Sprecher Li Xiaochao mit. Die Regierung in Peking werde daher ihre Politik der Preiskontrollen fortsetzen, um die Inflation im Zaum zu halten.

Die Teuerungsrate bei den Verbraucherpreisen ging im Juni leicht zurück auf 7,1 Prozent nach 7,7 Prozent im Mai. Im ersten Halbjahr betrug die Inflation für die Verbraucher insgesamt 7,9 Prozent.

Bei den Erzeugerpreisen zog die Inflation im Juni dagegen an und zwar auf 8,8 Prozent nach 8,2 Prozent im Mai. Damit erreichte die Teuerungsrate für Produzenten den höchsten annualisierten Wert seit Mitte der 1990er Jahre.

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