Zweites Quartal
US-Wirtschaft wächst stärker als gedacht

Die US-Wirtschaft ist im zweiten Quartal stärker gewachsen als bislang angenommen. Die BIP-Angaben beeinflussten den Markt kaum. Auch die US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe hatten trotz eines überraschenden Anstiegs keinen Einfluss auf das Marktgeschehen.

HB WASHINGTON. Wie das Handelsministerium am Donnerstag im Rahmen einer ersten Datenrevision mitteilte, stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um annualisiert 4,0% gegenüber dem Vorquartal. Das US-Wirtschaftswachstum erreichte damit seinen höchsten Wert seit dem ersten Quartal 2006, als eine BIP-Zunahme um annualisiert 4,8% verzeichnet worden war.

Grund für die Aufwärtsrevision des Wachstums waren dem Ministerium zufolge vor allem stärkere Zuwächse bei den Lagerbeständen und ein höherer Nettoexport als bisher angenommen. Demnach stiegen die Lagerbestände im zweiten Quartal um 5,4 Mrd USD, nachdem zunächst eine Zunahme um 3,6 Mrd USD berichtet worden war. Der Wachstumsbeitrag der Vorratshaltung belief sich damit auf 0,15 Prozentpunkte.

Ein weiterer Schub für die BIP-Wachstumsziffer ergab dadurch, dass das Ministerium das US-Handelsbilanzdefizit nach unten revidieren musste. So lagen den revidierten Angaben zufolge die Exporte um annualisiert 7,6% (bisher: plus 6,4%) höher, während die Importe um 3,2% (minus 2,6%) niedriger lagen. Damit belief sich der Wachstumsbeitrag vom Außenhandel auf 1,42 Prozentpunkte, verglichen mit 1,18 Prozentpunkte beim ersten Ausweis. Im ersten Quartal 2007 war vom Außenhandel ein negativer Wachstumsbeitrag gekommen.

Die Angaben zum US-BIP beeinflussten den Markt kaum. Die Daten bewegten sich insgeamt im Rahmen der Erwartungen, aber man müsse nun abwarten, welche Folgen die Subprime-Krise für das 3. Quartal mit sich bringen werde, meinte Händler. Erwähnenswert sei noch, dass es bei den Preisdaten keinen negativen Ausrutscher gegeben habe.

Auch die US-Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe hatten trotz eines überraschenden Anstiegs keinen Einfluss auf das Marktgeschehen. Bei den Erstanträgen wurde das höchste Niveau seit April registriert, was auf eine Abschwächung der Beschäftigungslage in den USA hindeutet. Volkswirte hatten hingegen einen Rückgang erwartet.

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