Zahlen mehr Steuern: die französischen Industrieunternehmen. Um den Staatshaushalt zu sanieren, will François Hollande vor allem Reiche schröpfen. Bislang zahlen Besserverdiener spürbar weniger Steuern als in Deutschland: Der Spitzensteuersatz beträgt, rechnet man eine spezielle Solidarabgabe hinzu, gut 50 Prozent, greift aber erst ab 500?000 Euro Einkommen. In Deutschland liegt er inklusive Soli bei 47,5 Prozent, gilt aber schon für Einkommen oberhalb von 250?000 Euro. Ein gut verdienender Single mit 150 000 Euro Jahresbruttogehalt und 50 000 Euro Kapitaleinkünften zahlt nach ZEW-Berechnungen in Frankreich effektiv 34,8 Prozent Steuern, in Deutschland sind es 39,8 Prozent. Dagegen werden Unternehmen in Frankreich deutlich stärker belastet als in Deutschland. Effektiv muss ein typisches Industrieunternehmen rund 32 Prozent Steuern zahlen, in der Bundesrepublik sind es - inklusive der umstrittenen Gewerbesteuer - nur etwa 28 Prozent.
Im Bild: Ein Peugeot-Citroen-Werk in Frankreich