Erfolgreicher Föderalismus heißt, die Erfolge der Länder im Wettbewerb um die besten Bildungsresultate durch viel Gestaltungsfreiheit in den Schulen zu erzielen und gleichzeitig die Standards, die überall erreicht werden müssen, festzulegen. Deshalb ist auch die Forderung, die Schüler künftig durch ein bundesweites Zentralabitur nach einheitlichen Bedingungen zur Reife für alle europäischen Hochschulen zu führen, richtig.
Das haben auch andere Mitglieder der Bundesregierung verstanden. Nach jahrelanger stiefmütterlicher Behandlung hat sich das Auswärtige Amt unter dem persönlichen Einsatz von Außenminister Frank-Walter Steinmeier für eine deutliche Verstärkung des Engagements für deutsche Auslandsschulen eingesetzt. Der Etat soll 2008 um 41,5 Millionen auf 209,5 Millionen Euro gesteigert werden.
Gleichzeitig will der Außenminister das Netzwerk von heute 600 auf mindestens 1 000 Partnerschulen ausweiten. Auch wenn Deutschland mit aktuell 117 Auslandsschulen gegenüber Ländern wie Frankreich, Großbritannien, den USA oder Italien auch künftig wohl noch hinterherhinken wird, so ist das doch ein gutes Signal. Die deutsche Wirtschaft begrüßt diese Initiative, weil dadurch ebenfalls die allseits eingeforderte Mobilität der Bundesbürger erhöht wird.
All dies sind nicht zu unterschätzende Pflastersteine auf dem Weg in eine globale Zukunft. Wer den Anschluss nicht verlieren will, der darf die Perspektive jetzt nicht zu eng stellen.

