Berater von Hillary Clinton kündigten indes an, erneut für eine Neubewertung der Wahlen in Florida und Michigan zu kämpfen. Diese beiden Vorwahlen waren von den Demokraten für ungültig erklärt worden, nachdem die Bundesstaaten den Wahltermin eigenmächtig nach vorne verlegt hatten. Daraufhin hatten die Kandidaten den Wahlkampf eingestellt, in Michigan hatte Clinton gar als einzige auf dem Wahlzettel gestanden - und formal in beiden Staaten gewonnen.
Vor allem Florida gilt als bei der Wahl im November als wichtiger Swingstate, daher können es sich die Demokraten nicht erlauben, die Wähler dort zu verprellen. Inzwischen wird sogar diskutiert, beide Wahlen im August unmittelbar vor dem Parteitag der Demokraten zu wiederholen.
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Die letzte Entscheidung fällen formal die Delegierten auf dem Parteitag. Da weder Obama noch Clinton eine absolute Mehrheit der normalen Delegierten mehr erreichen können, sind die sogenannten Superdelegierten das Zünglein an der Waage. Diese Vertreter der Parteiorganisation sowie gewählte Amtsinhaber verfügen über 796 Mandate und können sich frei entscheiden. Bei ihnen hat Clinton noch einen knappen Vorsprung, doch auch hier hat Obama aufgeholt und liegt nur noch um etwa 15 Superdelegierte zurück.
Etwa 300 Superdelegierte haben sich bislang nicht auf einen der Kandidaten festgelegt, weil sie zunächst den Ausgang der Vorwahlen abwarten wollen. Nach Indiana und North Carolina kommen aber nur noch unbedeutende Bundesstaaten – daher zieht dieses Argument nicht mehr.

