Fast neun von zehn Stimmen wurden in dem ländlich geprägten Staat von weißen Wählern abgegeben. Clinton besiegte den schwarzen Politiker Obama in allen Alters-, Einkommens- und Bildungsklassen.
Doch Obama scheint nichts mehr aufzuhalten. In Iowa, wo seine Kandidatur im Januar mit einem Überraschungssieg Schwung aufgenommen hatte, sagte er: „Ich will Ihnen danken für alles, was Sie getan haben, um uns soweit zu bringen – weiter als es irgendjemand vorausgesehen hat, erwartete oder gar für möglich hielt.“ Bei einem Sieg bei der Präsidentenwahl am 4. November würde Obama der erste schwarze US-Präsident.
In seinen Auftritten konzentriert sich Obama inzwischen mehr und mehr auf den designierten republikanischen Kandidaten John McCain. Bei einer Veranstaltung in Florida warf er McCain vor, von seinen eigenen Prinzipien abgerückt zu sein.
Früher habe dieser sich gegen die Mitarbeit von Lobbyisten im Wahlkampf ausgesprochen, inzwischen lasse McCain aber „einige der größten Lobbyisten in Washington“ für sich arbeiten. Sowohl Obama als auch Clinton bereisten am Mittwoch den in der Vergangenheit wahlentscheidenden Staat Florida.
Nach eigenen Angaben hat Obama bislang 46,5 Millionen Dollar (29,7 Millionen Euro) für den Hauptwahlkampf gesammelt. McCain will sich bis zur Präsidentenwahl am 4. November auf Bundesmittel von rund 85 Millionen Dollar (54 Millionen Euro) verlassen – damit darf er allerdings keine Spenden für den Hauptwahlkampf annehmen.
In der Demokratischen Partei wird unterdessen bereits diskutiert, einen führenden Wahlkampfhelfer Obamas, Paul Tewes, mit der Leitung der Kampagne im Herbst zu beauftragen.
Drei kleinere Vorwahlen stehen indes noch aus. Am 1. Juni wird in Puerto Rico abgestimmt, zwei Tage später in den Staaten South Dakota und Montana. Endgültig wird der demokratische Kandidat bei einem Parteitag im August bestimmt.

