0 Bewertungen
22.05.2008 

Fast neun von zehn Stimmen wurden in dem ländlich geprägten Staat von weißen Wählern abgegeben. Clinton besiegte den schwarzen Politiker Obama in allen Alters-, Einkommens- und Bildungsklassen.

Doch Obama scheint nichts mehr aufzuhalten. In Iowa, wo seine Kandidatur im Januar mit einem Überraschungssieg Schwung aufgenommen hatte, sagte er: „Ich will Ihnen danken für alles, was Sie getan haben, um uns soweit zu bringen – weiter als es irgendjemand vorausgesehen hat, erwartete oder gar für möglich hielt.“ Bei einem Sieg bei der Präsidentenwahl am 4. November würde Obama der erste schwarze US-Präsident.

In seinen Auftritten konzentriert sich Obama inzwischen mehr und mehr auf den designierten republikanischen Kandidaten John McCain. Bei einer Veranstaltung in Florida warf er McCain vor, von seinen eigenen Prinzipien abgerückt zu sein.

Früher habe dieser sich gegen die Mitarbeit von Lobbyisten im Wahlkampf ausgesprochen, inzwischen lasse McCain aber „einige der größten Lobbyisten in Washington“ für sich arbeiten. Sowohl Obama als auch Clinton bereisten am Mittwoch den in der Vergangenheit wahlentscheidenden Staat Florida.

Nach eigenen Angaben hat Obama bislang 46,5 Millionen Dollar (29,7 Millionen Euro) für den Hauptwahlkampf gesammelt. McCain will sich bis zur Präsidentenwahl am 4. November auf Bundesmittel von rund 85 Millionen Dollar (54 Millionen Euro) verlassen – damit darf er allerdings keine Spenden für den Hauptwahlkampf annehmen.

In der Demokratischen Partei wird unterdessen bereits diskutiert, einen führenden Wahlkampfhelfer Obamas, Paul Tewes, mit der Leitung der Kampagne im Herbst zu beauftragen.

Drei kleinere Vorwahlen stehen indes noch aus. Am 1. Juni wird in Puerto Rico abgestimmt, zwei Tage später in den Staaten South Dakota und Montana. Endgültig wird der demokratische Kandidat bei einem Parteitag im August bestimmt.

Artikel bewerten:
  • 1 Stern
  • 2 Sterne
  • 3 Sterne
  • 4 Sterne
  • 5 Sterne
Anzeige

Weitere Beiträge aus dem Ressort

Kandidat der Demokraten

Barack Obama: der neue Star  Artikel in Merkliste

06.06.2008Barack Obama Foto: Archiv

Barack Obama (47) ist nach John F. Kennedy der jüngste Anwärter aufs Weiße Haus. Noch vor kurzem galt der politische Newcomer vielen als Modeerscheinung. Die „Obamania“, die Begeisterung vor allem unter jungen Amerikanern für ihn, war jedoch von Dauer. Von Obama erhofft sich die Nation Weihe, Waschung und Wunder. Artikel


Kandidat der Republikaner

John McCain: der Veteran  Artikel in Merkliste

06.06.2008John McCain Foto: Reuters

Abgehärtet durch seine Lebenserfahrung präsentiert sich John McCain (72) als einer, der sich in seinem Urteilsvermögen nicht beirren lässt. Sein Trumpf im Duell mit Obama ist die große Erfahrung in der Außen- und Sicherheitspolitik. Doch nicht allen Republikanern ist er der liebste Kandidat. Artikel


Anzeige

weiterBildergalerien

zurück
  • Die Konkurrenz für Obama und McCain

    Die Konkurrenz für Obama und McCain

    Barak Obama und John McCain – diese Namen kennt mittlerweile jeder. Kein Wunder, denn nie war der Rummel um die US-Präsidentschaftswahl größer. Doch wissen Sie eigentlich, wer sich neben Obama und McCain noch um das höchste Amt der Vereinigten Staaten bewirbt? Bildergalerie 

  • Carly Fiorina: In Silicon Valley gefall...

    Carly Fiorina: In Silicon Valley gefallen, in Washington aufgewacht

    Carly Fiorina war die erste Frau an der Spitze eines Weltkonzerns, jetzt ist sie im Wahlkampfteam von John McCain. Dem attestierte sie bereits, nicht in der Lage zu sein, ein großes Unternehmen zu leiten. Das brachte ihr zwar massiv Kritik ein, aber die Ex-Chefin von H...Bildergalerie 

  • Obama sucht den Vize

    Obama sucht den Vize

    In einem harten Vorwahlkampf hat sich Barack Obama durchgesetzt. Noch in dieser Woche will er nun entscheiden, wer im Falle eines Wahlsiegs als Vizepräsident mit ihm ins Weiße Haus einziehen soll. Die Liste der möglichen Mitstreiter ist lang.Bildergalerie 

vor