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11.11.2008 
Afghanistan

Obama überdenkt Afghanistan-Strategie

Der künftige US-Präsident Barack Obama will nach einem US-Zeitungsbericht neue Ansätze im Afghanistan- Kurs prüfen. Erwogen werde eine stärker regional orientierte Strategie, möglicherweise unter Einschluss von Gesprächen mit dem Iran, berichtete die Zeitung am Dienstag unter Berufung auf nationale Sicherheitsberater des Demokraten.

Obama will wohl auch die Jag nach Osama bin Laden verstärken. Foto: ReutersLupe

Obama will wohl auch die Jag nach Osama bin Laden verstärken. Foto: Reuters

HB WASHINGTON. Wie die „Washington Post“ berichtet, steht demnach das Obama-Team auch dem aufkeimenden Dialog zwischen der afghanischen Regierung und „versöhnbaren“ Teilen der Taliban aufgeschlossen gegenüber.

Geplant sei ferner eine verstärkte Jagd nach dem Terroristenchef Osama bin Laden, eine „Verpflichtung“, die der amtierende Präsident George W. Bush nach Obamas Auffassung im Zuge des Irakkriegs vernachlässigt habe. Die Suche nach dem El-Kaida-Führer werde aber nicht auf Kosten der Bemühungen um eine Befriedung Afghanistans gehen, versichern die Obama-Berater der „Washington Post“ zufolge weiter. Der neue Präsident werde die von Bush eingeleitete Aufstockung der Truppen in Afghanistan um Tausende Soldaten voll umsetzen.

Das Blatt zitierte weiter einen namentlich nicht genannten europäischen Nato-Offizier mit den Worten, dass der in Übersee beliebte Obama größere Chancen haben könnte, Verbündete zur Entsendung zusätzlicher Kampftruppen nach Afghanistan zu bewegen.

Das Obama-Team hält es der Zeitung zufolge nach wie vor für wichtig, den Kampf gegen von Pakistan aus operierende Taliban fortzusetzen, die US-Soldaten in Afghanistan angreifen. Aber die neue Regierung wolle in Erinnerung rufen, dass der Kampf gegen radikale Islamisten mit den Anschlägen vom 11. September 2001 begonnen habe, vor den Kriegen in Afghanistan und im Irak. Das Ausschalten der El Kaida müsse höchste nationale Priorität haben.

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