Hillarys Kommunikationschef Howard Wolfson wiederholte derweil das Clinton’sche Mantra, warum Hillary trotz ihrer aussichtslosen Lage beim Sammeln von Delegierten die Nominierung noch schaffen kann: Mit großen Siegen in den ausstehenden Wahlen. Vor allem aber mit einer Entscheidung eines Komitees der Demokratischen Partei über den Umgang mit den bislang nicht gewerteten Stimmen aus Michigan und Florida.
Beide Bundesstaaten hatten zwar im Januar votiert, doch wurden die Resultate nicht gewertet, da die regionalen Parteiführungen unerlaubt die Wahltermine nach vorne verschoben hatten. Hillary hatte sich in beiden Staaten – unter jedoch absolut ungleichen Bedingungen – gegen Obama durchgesetzt. Die so gewonnen Delegierten will die Senatorin nun gewertet wissen.
Würde dies tatsächlich vereinbart, dann stiege die magische Zahl der notwendigen Stimmen auf dem Parteitag in Denver auf 2 209. Für diesen Fall rechnet sich die Clinton-Kampagne noch eine theoretische Chance aus. Wie auch immer diese Wahrscheinlichkeit beurteilt wird – sie hat auch mit dem Selbstverständnis der Kandidatin zu tun. Kurz bevor Hillary das Podium in Charleston verließ sagte sie: „Ich werde nicht aufgeben“. Schon um sich selbst treu zu bleiben.
