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07.07.2008 
Technisches Problem

Zwischenfall in Obama-Flugzeug

Schreckensmoment für Barack Obama. Ein Flugzeug mit dem demokratischen US-Präsidentschaftsbewerber an Bord musste einen ungeplanten Stopp einlegen. Als Begründung nannte der Pilot ein technisches Problem.

Obama beim Einstieg in seinen Wahlkampf-Flieger: Nach einem Zwischenfall musste die Maschine umgeleitet werden. Foto: apLupe

Obama beim Einstieg in seinen Wahlkampf-Flieger: Nach einem Zwischenfall musste die Maschine umgeleitet werden. Foto: ap

HB WASHINGTON. Das Flugzeug des designierten demokratischen Präsidentschaftskandidaten Barack Obama ist am Montag wegen technischer Probleme umgeleitet worden. Die Maschine musste auf dem Weg von Chicago nach Charlotte im US-Staat North Carolina in St. Louis landen, Gefahr für die Passagiere bestand nach Angaben des Piloten nicht.

An Bord waren neben Obama und seinem Sicherheitspersonal zahlreiche Journalisten. Eine Sprecherin des Senators informierte etwa eine Stunde nach dem Start über "ein kleines Problem" und die geplante Landung aus Sicherheitsgründen. Am Boden wurde die Maschine auf technische Probleme untersucht.

Obama ist in dieser Woche vor allem in Hochburgen der Republikaner im Süden der USA unterwegs. Bei Wahlkampfauftritten in North Carolina, Georgia und Virginia will sich Obama um Wähler der Mitte bemühen, die mit der Regierung von Präsident George W. Bush unzufrieden sind.

McCain stellt Hilfspaket für strauchelnde Wirtschaft vor

Indes stellte der republikanische Kandidat John McCain sein wirtschaftspolitisches Programm mit dem Motto "Jobs first" (Vorrang für Arbeitsplätze) vor. McCain will der strauchelnden US-Konjunktur mit Steuersenkungen, mehr Freihandel und dem Bau von neuen Atomkraftwerken Paroli bieten. Außerdem solle der Kinderfreibetrag auf 7000 Dollar (4500 Euro) verdoppelt werden, erklärte McCain einem Redemanuskript zufolge in Denver. Im Gesundheitsbereich will er für den Kauf von Krankenversicherungen Steuererleichterungen einführen. McCain erklärte, viele Amerikaner fürchteten derzeit um die Sicherheit ihrer Jobs.

Der Bau von 45 neuen Atomkraftwerken "wird 700 000 gute Arbeitsplätze für Bau und Betrieb der Anlagen" schaffen, sagte McCain. Der Senator aus Arizona hatte seine Pläne bereits vereinzelt dargelegt, am Montag wollte er jedoch mit der gebündelten Darstellung sein gesamtes Wirtschaftsprogramm skizzieren. Die lahmende US-Konjunktur ist eines der wichtigsten Themen im Rennen um das Weiße Haus, das am 4. November entschieden wird. McCain wird von Wählern hohe Kompetenz in Fragen der Sicherheit und der Verteidigung zugebilligt, die Wirtschaftspolitik gilt als einer seiner Schwachpunkte.

Der designierte demokratische Präsidentschaftskandidat Barack Obama kritisiert McCains Pläne als Fortsetzung der verfehlten Wirtschaftspolitik von Präsident George W. Bush. "Es hat nicht funktioniert, es wird nicht funktionieren, jetzt ist es Zeit, etwas Neues auszuprobieren", sagte Obama in North Carolina Die geplanten Steuersenkungen würden vor allem Wohlhabende begünstigen, die Last der Gesundheitsvorsorge wolle McCain allein auf die Arbeitnehmer abschieben, erklärte Obamas Wahlkampfteam.

Der Abschluss des demokratischen Nominierungsparteitags Ende August, bei dem Obama feierlich als Kandidat inthronisiert werden soll, wurde unterdessen verlegt - eine Nummer größer. Anstatt in einer 21 000 Plätze bietenden Halle in Denver wird die Veranstaltung nun in einem 76 000 Plätze fassenden Footballstadion der Stadt stattfinden, teilte Parteivorsitzender Howard Dean mit. Der Parteitag findet vom 25. bis 28. August statt.

Wähler denken bei McCain an "alt"

Wähler assoziieren Obama einer Umfrage zufolge zuerst mit dem Wort "Wandel" oder "Außenseiter", bei McCain hingen denken die Menschen zuerst an das Wort "alt". Der 71 Jahre alte Senator wird als entschlossener und härter wahrgenommen, der 46 Jahre alte Obama hingegen eher als herzlich und mitfühlend, wie eine gemeinsame Umfrage der Nachrichtenagentur AP und dem Internetportal Yahoo ergab.

Obama indes bekommt fünf Prozent weniger Zustimmung als die Demokraten. McCain gelang es offenbar, sich von der niedrigen Popularität seiner Partei abzusetzen, seine Zustimmungswerte lagen neun Prozent über jenen der Republikaner.

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