
Was sagen Rankings inhaltlich aus? Dass sich die Forscher um Publikationen in A-Journals bemühen. Nimmt man als Beispiel den aktivsten deutschsprachigen Ökonom unter 40 Jahren, den Kollegen Boysen der Uni Jena, so fällt auf, dass er bloß zu zwei Themen publiziert: Fließbandabstimmung und Güterwagenplanung - übrigens keine neuen Themen sondern im Operations Research klassische. Diese beiden Ansätze werden dann mit kleinen Variationen in zehn verschiedenen Zeitschriften publiziert. Ist das wirklich "forschungsstark"? Ist das wissenschaftlicher Fortschritt?Den Kollegen Frey und Lichtenthaler hatte man vorgeworfen, den gleichen Inhalt mehrfach zu publizieren. Setzen Rankings falsche Anreize?
Richard Vahrenkamp
Prof. em. für Logistik, Universität Kassel