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Arbeitnehmermitsprache: Die Mitbestimmung im Urteil der Ökonomen

Lange Zeit wurde sie verkannt, doch neuere Studien belegen: Dürfen Arbeitnehmer im eigenen Unternehmen mitbestimmen, wirkt sich das positiv auf Produktivität und Rentabilität aus – allerdings nicht auf den Lohn.

Kurt Biedenkopf gilt als einer der Väter der Mitbestimmung von Arbeitnehmern. Quelle: dpa
Kurt Biedenkopf gilt als einer der Väter der Mitbestimmung von Arbeitnehmern. Quelle: dpa

FrankfurtDie Vertreter der Arbeitgeber waren gar nicht zufrieden mit den Professoren. Den Gewerkschaften gefiel besser, was die drei wissenschaftlichen Mitglieder der Kommission zur Modernisierung der Unternehmensmitbestimmung 2006 zu Papier brachten. Weil eine gemeinsame Position nicht zu finden war, legten Kurt Biedenkopf, Wolfgang Streeck und Hellmut Wißmann damals ihren eigenen Bericht vor - garniert mit einer recht kritischen Stellungnahme der Arbeitgebervertreter und einer eher freundlichen der Arbeitnehmervertreter.

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Biedenkopf hatte schon die erste, nach ihm benannte Kommission, geleitet. Die hatte 1970 die Vorarbeiten für die paritätische Mitbestimmung geleistet. 36 Jahre später kamen die Wissenschaftler - denen kein marktliberaler Ökonom angehörte - zu dem Schluss, dass es keinen großen Reformbedarf gibt.

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Sehr zum Leidwesen der Arbeitgeber traten sie allerdings dafür ein, die Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat, die für große Aktiengesellschaften durch das Mitbestimmungsgesetz von 1976 vorgeschrieben sind, von den Betriebsräten wählen zu lassen, statt in einem sehr komplizierten Verfahren von den Arbeitnehmern. Das würde die Unternehmensmitbestimmung und die betriebliche verknüpfen und die Machtposition der Arbeitnehmerseite noch stärken.

Nach Sichtung der verfügbaren Literatur stellten die Wissenschaftler fest, dass neuere Studien der betrieblichen Mitbestimmung überwiegend eher positive Wirkungen auf die Unternehmen zuschrieben.

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