
DüsseldorfBen Bernanke ein Waschbär? In einer Fabel geht alles. Waschbären sind selten die Helden. Doch diesmal schon. Denn der Waschbär ist es, der wenn auch unfreiwillig das Leben im Wald ins Chaos stürzt – eben weil er die Inflation anheizt.
Doch von Beginn an: Der Wirtschaftsprofessor Hanno Beck und die Kunsthistorikerin Juliane Schwoch haben sich dem Thema Inflation mit einem höchst ungewöhnlichen Versuch genähert: Ihr Buch „Der große Plan“ ist ein Mittelding zwischen Märchen und Fabel, in dem Tiere die menschliche Form des Wirtschaftens erlernen. Das geht über Arbeitsteilung über die Erfindung von Schuldscheinen bis hin zu Inflation.
„Der große Plan“ ist ein Wirtschaftsmärchenbuch für Kinder, aber auch für Erwachsene. Leicht verständlich kommen die Grundbegriffe unserer Ökonomie eingebettet in eine spannende Handlung daher, die angesichts von Euro-Krise offenbar so manche Politiker und Banker auch vergessen haben. Dabei wirkt alles logisch – die guten Ideen wie die Pervertierung.
Die Geschichte beginnt mit einem großen Sturm, der die Tiere im Wald in große Not stürmt. Kurz vor dem Ausbruch des Winters sind ihre Behausungen zerstört und die Nahrungsvorräte dahin. Was nun, fragen sich alle und die Eule – natürlich ist es eine Eule, ein Fuchs kommt übrigens nicht vor – weiß die Lösung: Arbeitsteilung.
Wenn es ganz schnell gehen muss, um bis zum Winter neue Behausungen und Vorräte zu schaffen, dann muss jeder das tun, was er am besten kann und mit den anderen tauschen. So raufen sich die Bewohner des Waldes zusammen und helfen sich gegenseitig. Der Biber besorgt Holz, der Maulwurf gräbt Tunnel, die Vögel besorgen Beeren und so weiter.
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