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Entwicklungshilfe: Ökonomen kritisieren Hilfsmaßnahmen

Experimentalökonomen bezweifeln nach einem Experiment, dass man armen Menschen mit besseren Kochstellen helfen kann. Mit ihrer Studie werfen sie die Frage nach sinnvoller Entwicklungshilfe auf und sorgen für Streit.

Kann man armen Menschen mit raucharmen Kochherden helfen? Experimentalökonomen bezweifeln das. Quelle: dpa
Kann man armen Menschen mit raucharmen Kochherden helfen? Experimentalökonomen bezweifeln das. Quelle: dpa

Der Titel war eine Provokation für Entwicklungshelfer: „In Luft aufgelöst“, nannte eine Forschergruppe um die MIT-Ökonomin Esther Duflo eine heiß diskutierte Studie. Die Arbeit ist ein Musterbeispiel dafür, wie ökonomische Experimente neue Einsichten liefern, aber auch zu falschen Schlüssen verleiten. Die Forscher untersuchten, ob sich durch rauchärmere Kochherde die Gesundheit der Menschen in Entwicklungsländern verbessern lässt.

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Entwicklungshilfe

Viele arme Landbewohner kochen ihr Essen auf einfachen Feuerstellen, bei denen sie von Rauchschwaden umnebelt werden. Zwei Millionen Menschen sterben jährlich an Atemwegserkrankungen, die durch den Rauch von Kochstellen ausgelöst wurden, schätzt die Weltgesundheitsorganisation. Hilfsorganisationen haben daher in den vergangenen Jahren Kochstellen entwickelt, bei denen weniger Rauch entsteht oder der Rauch durch Kamine abgeleitet wird.

Diese Hilfsprojekte könnten jedoch weitgehend wirkungslos sein, schreiben die Forscher um Duflo. Sie führten in Indien ein Experiment durch, bei dem sie per Zufall Dorfbewohner auswählten, denen sie einen raucharmen Herd schenkten.

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