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EU-Förderung: Deutschands Ökonomen erhalten Millionenbetrag

Mit jeweils einer Million fördert die Europäische Union vier Volkswirte aus Deutschland - so viele wie noch nie. Diese Summe beeindruckt selbst amerikanische Kollegen. Eine neue Generation junger deutscher Top-Ökonomen ist herangewachsen, die zur globalen Ökonomie-Elite zählt.

Die heimische Volkswirtschaftslehre ist international wieder konkurrenzfähig. Quelle: Lutz Widmaier
Die heimische Volkswirtschaftslehre ist international wieder konkurrenzfähig. Quelle: Lutz Widmaier

FRANKFURT, LONDON. Diese Summe beeindruckt selbst seine amerikanischen Kollegen. "Das ist der, der eine Million Euro bekommt", raunen sich US-Ökonomen neuerdings zu, wenn sie Vorträgen von Daniel Sturm zuhören. Der 41-jährige Deutsche, der derzeit an der London School of Economics forscht, bekommt das Geld von der Europäischen Union (EU). Und bei dieser Summe werden selbst die US-Kollegen, die sonst auf alles herabschauen, was in Europa passiert, hellhörig.

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Sturm ist nicht der einzige deutsche Wirtschaftswissenschaftler, der in diesem Jahr die Gutachter des "European Research Council" (ERC) von sich überzeugt hat. Drei seiner Kollegen konnten sich ebenfalls Millionen aus Brüssel sichern: Nicola Fuchs-Schündeln (38) von der Frankfurter Goethe-Universität, Christian Hellwig (34) von der Universität Toulouse und Georg Weizsäcker (37), der am Berliner DIW und am Londoner University College arbeitet.

Ökonomen werden selten gefördert

Der ERC ist eine Art europäische Exzellenzinitiative für Einzelforscher. Seit 2007 fördert die EU gezielt hochkarätige Wissenschaftler in allen Disziplinen. In diesem Jahr verteilte der ERC 580 Millionen Euro an 427 Forscher, die am Anfang ihrer wissenschaftlichen Karriere stehen. Fast 3000 Wissenschaftler hatten sich um das Geld beworben und eine hochkarätig besetzte Fachkommission von ihren Ideen zu überzeugen versucht.

Ökonomen und andere Geisteswissenschaftler sind dabei in der Minderheit. 46 Prozent der Geförderten sind Naturwissenschaftler, weitere 36 Prozent Mediziner. Umso bemerkenswerter ist, dass von den 13 in diesem Jahr geförderten Volkswirten vier aus Deutschland kommen. Damit hat sich die Zahl der deutschen Ökonomen, die beim ERC erfolgreich waren, auf einen Schlag verdoppelt. In den Vorjahren hatten sich Armin Falk (Uni Bonn), Benny Moldovanu (Uni Bonn), Roman Inderst (Uni Frankfurt) und Hans-Joachim Voth (UPF Barcelona) die finanzielle Unterstützung gesichert.

Das gute Abschneiden der Deutschen zeigt: Die heimische Volkswirtschaftslehre ist international wieder konkurrenzfähig. Eine neue Generation junger deutscher Top-Ökonomen ist herangewachsen, die zur globalen Ökonomie-Elite zählt. Auch die Dominanz der mikroökonomischen Theorie in der deutschen VWL ist abgeschafft.

Nur einer der vier Geförderten - Christian Hellwig - arbeitet theoretisch. Und er hat sich nicht auf die Mikro-, sondern die Makroökonomie spezialisiert. Hellwig erforscht, wie sich Informationen in der Gesamtwirtschaft und auf Finanzmärkten verbreiten und was passiert, wenn nicht alle Akteure gleich gut informiert sind. Welche Folgen dies auf einzelnen Märkten hat, ist zwar gut erforscht - mit Blick auf die gesamte Volkswirtschaft aber gibt es noch viele offene Fragen.

  • 25.11.2010, 19:53 UhrAnonymer Benutzer: martinsgarten

    "Christian Hellwig - arbeitet theoretisch.
    Und er hat sich nicht auf die Mikro-, sondern die Makroökonomie spezialisiert. Hellwig erforscht, wie sich informationen in der Gesamtwirtschaft und auf Finanzmärkten verbreiten und was passiert, wenn nicht alle Akteure gleich gut informiert sind."

    Was passiert haben wir gesehen.
    Ackerman meldet die Vorgänge an die Sofin und diese stellt fest, dass die Kfw ein Problem hat.
    Soll heißen Ackermann kannte das Problem, die Kfw offenbar nicht.
    Na und ?
    ist uns deshalb die Finanzkrise erspart geblieben ?
    Nein !
    Nur einer hat Honig gesaugt !

    Hier werden von Leuten der EU Millionen verfeuert, die ihnen nicht gehören und man ist noch Stolz darauf !
    Es ist einfach nur noch zum Ko....

  • 25.11.2010, 17:10 UhrAnonymer Benutzer: Margrit Steer

    ...."Es wird nicht einfach, die Mittel sinnvoll auszugeben",.....
    ------------------------

    dieser Satz sagt doch alles über die unsinnige Geldverschwendung der EU.
    Das ist unser aller Steuergeld was sinnlos verpulvert wird.
    Diese sinnlosen Geldtransfers in der EU müssen beendet werden, sie nutzen niemandem

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