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Ex-Dekan unter Verdacht: Plagiatsfall erschüttert Elite-Universität

exklusivMannheims BWL-Fakultät gilt als beste in Deutschland. Nun kommt sie zum wiederholten Mal durch wissenschaftliche Fehler in Kritik. Der Fall betrifft einen Ex-Dekan – und wirft Fragen zur wissenschaftlichen Sorgfalt auf.

Die Universität Mannheim ermittelt in einem Plagiatsfall gegen den Ex-Dekan der BWL-Fakultät. Quelle: PR
Die Universität Mannheim ermittelt in einem Plagiatsfall gegen den Ex-Dekan der BWL-Fakultät. Quelle: PR

DüsseldorfDeutschlands renommierteste BWL-Fakultät an der Universität Mannheim wird von einem Plagiatsfall erschüttert. Die Vorwürfe richten sich gegen den emeritierten Marketing-Professor Hans Bauer, von 2006 bis 2010 Dekan der Fakultät, und zwei seiner Mitarbeiter. Wie das Handelsblatt aus Universitätskreisen erfuhr, sollen zwei Doktoranden von Bauer die Masterarbeit einer Studentin unter eigenem Namen und dem von Bauer publiziert haben – ohne die Studentin zu erwähnen.

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Konkret geht es um einen von Bauer und zwei seiner Doktoranden 2013 herausgegebenen Sammelband. Darin soll sich auch die Masterarbeit der Studentin befinden – doch werden als Autoren nur Bauer und die zwei Doktoranden genannt.

Die Uni Mannheim in Zahlen

Der Fall kam Mitte Februar 2013 ins Rollen, nachdem sich die betroffene Studentin beschwert hatte. Das Dekanat der BWL-Fakultät leitete daraufhin eine Untersuchung ein. Wegen des „dringenden Plagiatsverdachts“ schaltete das Dekanat am 1. März die Ombudsperson der Universität ein.

Inzwischen ermittelt die Ständige  Kommission zur Untersuchung von Vorwürfen wissenschaftlichen Fehlverhaltens der Universität. Das Promotionsverfahren der beiden betroffenen Doktoranden ruht derzeit.

Wie das Handelsblatt aus der Universität erfuhr, ist der Fall jedoch eindeutig: Die beschuldigten Wissenschaftler hätten die Arbeit der Studentin „geklaut“. Das Untersuchungsverfahren befinde sich in der Endphase. Vor einem endgültigen Urteil wolle die Universität Mannheim die betroffenen Personen aber noch einmal zu Wort kommen lassen. Dies soll in den nächsten 14 Tagen passieren. Bis Mai will die Universität das Urteil und mögliche Konsequenzen bekannt geben.

Handelsblatt Online konnte Herrn Bauer für eine Stellungnahme bislang nicht erreichen.

  • 09.05.2013, 20:19 Uhrcashca

    Wer Karriere, Ansehen, Statussymbole , Uniabschlüsse und Dr. Tietel zum alleinigen Sinn des Lebens erklärt, der braucht sich über all diese Machenschaften nicht zu wundern..
    Würden alle Dr. Titel aus den letzten 2 Jahrzehnten überprüft, dann kämen jede Menge Plagiate zum Vorschein..
    Es hat sich doch in den 80er und 90er Jahren herumgesprochen, wie man dazu am besten kommt.
    Soll jetzt keiner so scheinheilig tun, als wäre das was ganz Neues.
    Frei nach dem Motto... Schafft man es selber nicht, dann kauft man jemanden, der das erledigt, oder schreibt eben ab.
    Was ist heute noch ein DR. Titel... Nichts! Statussymbol jedenfalls nicht mehr.

  • 20.04.2013, 11:34 Uhrmmschneider

    Sie sollten mit Ihren Verallgemeinerungen aufpassen. Die Mathematik, derer Methoden sich Ingenieurswissenschaften und Naturwissenschaften reichlich bedienen, ist letzten Endes auch eine Geisteswissenschaft.

  • 20.04.2013, 09:02 Uhrsowasda

    Liebe Online-Redaktion,
    bekanntlich kommt in Online-Beiträgen schon immer beträchtliche Verunglimpfung, Niederträchtigkeit und Aggressivität zum Ausdruck. Sie soll nach bestehendem Verständnis geduldet werden. Tatsächlich kann sie so für jeden sichtbar eingeschätzt werden. Sie mag sich auch an Schrotthaufen austoben, aber nicht an mir, deshalb die Anonymität.
    Übrigens benötigt man weitere Sicherheitsvorkehrungen wegen den umfangreichen Schnüffelroutinen, die heruntergeladen werden, wenn man eine Web-Seite besucht. Es ist traurig genug, dass Online-Redaktionen auf die Versprechen hereinfallen, auf diese Weise Geschäfte machen zu können, die die Leser nicht intendieren. Rüsten Sie ab, dann kann man sie ungezwungener besuchen!

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