Nachrichten

_

Forschung: Ökonomengipfel lädt Studenten ein

Das Institute for New Economic Thinking und das Handelsblatt vergeben Reisestipendien nach Hongkong. Erwünscht sind interessierte Nachwuchswissenschaftler die an zukunftsweisenden Forschungsprojekten arbeiten.

Anfang April wird Hongkong zum Mekka der internationalen Ökonomenszene. Quelle: dpa
Anfang April wird Hongkong zum Mekka der internationalen Ökonomenszene. Quelle: dpa

FrankfurtVom 4. bis 7. April trifft sich die internationale Ökonomenszene zu einem Gipfeltreffen in Hongkong - und einige deutsche Doktoranden und Master-Studenten können dabei sein. Denn das Institute for New Economic Thinking (INET) vergibt zu seiner vierten Jahrestagung zusammen mit dem Handelsblatt Reisestipendien an Nachwuchswissenschaftler, die an zukunftsweisenden Forschungsprojekten arbeiten.

Anzeige

INET fördert neue Ansätze in der Ökonomie und deren Vernetzung, um zu mehr Pluralismus und Offenheit beizutragen. Die Jahrestagungen des vom Investoren und Philanthropen George Soros ins Leben gerufenen Instituts haben sich in kurzer Zeit zu einer der wichtigsten Veranstaltungen für akademische Ökonomen entwickelt. Abseits des Weltwirtschaftsgipfels in Davos, mit dem das INET seit kurzem kooperiert, sind kaum je so viele Nobelpreisträger und Ökonomen von Weltruf auf einem Kongress versammelt.

Nach Bretton Woods (USA), Cambridge (England) und Berlin findet die vierte Jahrestagung in Hongkong statt. Dort bringt das INET wieder viele etablierte Größen aus Ökonomie, Geschichtswissenschaft, Psychologie und anderen Fächern zusammen mit Newcomern, die sich mit vielversprechenden neuen oder in Vergessenheit geratenen Ansätzen erst noch etablieren müssen. Neben George Akerlof und vier weiteren Nobelpreisträgern tritt unter anderem auch der renommierte konservative Harvard Historiker Niall Ferguson auf.

China

Wie im letzten Jahre vergibt das INET zusammen mit dem Handelsblatt im Rahmen seiner Young-Scholar-Initiative Reisestipendien für Doktoranden und fortgeschrittene Master-Studenten der Ökonomie und benachbarter Disziplinen.

Für 25 Nachwuchsforscher von außerhalb Asiens übernimmt das INET die Kosten für Anreise und Übernachtung. Wer sich bis 24. Februar auf http://ineteconomics.org/ysi-hong-kong erfolgreich bewirbt, darf sich als Tagungsteilnehmer unter die großen Ökonomen der Welt mischen und an einem speziellen Doktoranden-Workshop teilnehmen. Im letzten Jahr waren fünf Teilnehmer aus Deutschland dabei.

Der Milliardär Soros stattete das Institut als Reaktion auf die von der etablierten Ökonomie nicht vorhergesehene und lange falsch eingeschätzte Finanzkrise mit 50 Millionen Euro Startkapital aus. Weitere Geldgeber haben das Budget inzwischen auf ein Mehrfaches dieser Summe anwachsen lassen.

Die Young Scholars Initiative des INET vernetzt auf verschiedenen Foren Studenten, die über den Horizont eines konventionellen VWL-Lehrplans hinausblicken und Neues ökonomisches Denken konstruktiv vorantreiben wollen. Dazu gehören regionale Foren, in denen Studenten in Lesegruppen gemeinsam Fachliteratur aufarbeiten, die im Lehrplan nicht vorkommt, oder sich über ihre Erfahrungen mit dem Lehrbetrieb austauschen.

  • Die aktuellen Top-Themen
US-Repräsentantenhaus: Republikaner stimmen für Klage gegen Obama

Republikaner stimmen für Klage gegen Obama

Das US-Repräsentantenhaus will Barack Obama vor Gericht sehen. 225 Republikaner stimmten für eine entsprechende Resolution. Die Demokraten kritisieren das Vorhaben als Farce, der Präsident selbst gibt sich unbeeindruckt.

Staatspleite: Argentina is crying

Argentina is crying

Die Verhandlungen zwischen Argentinien und seinen Gläubigern sind gescheitert. Damit ist das Land zum zweiten Mal in 13 Jahren pleite. Die US-Ratingagentur Standard & Poor's hat bereits Konsequenzen gezogen.

Sanktionen gegen Russland: Aufstand der Oligarchen?

Aufstand der Oligarchen?

Der Westen zeigt Russland die Zähne: Die harten Sanktionen zielen auf „ Kumpane und Oligarchen“ im Umfeld Putins. Ihnen drohen Milliarden-Verluste. Werden sie Putin stoppen?

  • Konjunkturtermine
Konjunkturtermine: Wochenvorschau

Wochenvorschau

Die wichtigsten Ereignisse und Indikatoren in Europa und International