Theorie:
Verbraucherpreise stabil zu halten, ist nicht nur das Beste, sondern auch das Einzige, was die Notenbank für die Stabilität der Wirtschaft tun kann. Stark steigende Vermögenspreise braucht die Zentralbank nicht zu betrachten, postulierte der ehemalige US-Notenbankchef Alan Greenspan. Statt Blasen proaktiv zu bekämpfen, sei es besser, auf ihr Platzen zu warten und Schadensbegrenzung zu betreiben.
Kritik:
Die Finanzkrise hat gezeigt, dass neben stabilen Verbraucherpreisen auch ein stabiles Finanzsystem entscheidend ist. Spekulationsblasen können zu Bankenkrisen führen und tiefe Rezessionen auslösen. Nachträgliche Schadensbegrenzung ist oft nicht möglich.
Fazit:
In der Forschung zur Geldpolitik setzt sich zunehmend die Erkenntnis durch, dass Zentralbanken neben der Inflation Vermögenspreise und die Kreditvolumenentwicklung beachten müssen.

es gibt aber Ausnahmen von der öden Lehre der "Pseudoökonomuie." Und zwar auf www.fortunanetz, insb. polit-ökonomische Betrachtungsweisen

@Anonymer Benutzer: Volkswirtin
Da muss ich Ihnen zustimmen, ich hätte fast etwas ähnliches geschrieben. Allerdings finden sich in fast jeder Handelsblattausgabe Artikel, die v.a. bei Wirtschaftsthemen eher auf eine auf Unkenntnisse beruhende Meinung eines Journalisten beruhen als auf einem vernünftigen Research oder Fachwissen. Diese Artikel erwecken eher den Eindruck nach mal schnell in die Zeitung gerülpst als nach guter journalistischer Arbeit.
Daher musste ich auch sehr laut lachen als ich das erste Mal darüber gelesen habe, dass Verlage (auch HB) an den Google Umsätzen beteiligt werden wollen, für ihre "hochwertige journalistische Arbeit" und sich im gleichen Atemzug gegen die Möglichkeiten der freien Meinungsäußerung im Internet (s. HB Ausgabe dieser Woche) aussprechen, weil diese ja grundsätzlich so schlecht und unqualifiziert sei.
Sehr schlimm finde ich auch, dass nunmehr jeder Hans, welcher sich zu Wirtschaftsthemen äußert, als Ökonom bezeichnet wird. Selbst Journalisten, welche (wenn überhaupt) mal im Nebenfach eine wirtschaftliche Vorlesung besucht haben, schreiben in ihrer Signatur "Ökonom".

Ich kann mich der Meinung nur anschließen. Bereits in den 80er Jahren während meines Studiums gab es Vorlesungen zur eingeschränkten Rationalität. Auch Themen wie altruisitsches Verhalten haben wir bereits in den 80ern in Wachstumsmodellen modelliert.
Das Modell perfekter Märkte und vollständig informierter Individuen war für mich immer nur ein Referenzmodell, sozusagen das, was Naturwissenschaftler ein Modell unter Idealbedingungen bezeichnen. Ausgehend davon startet die Analyse der realen Bedingungen.
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