
DENVER. Ein bisschen fühle er sich ja wie bei den „Anonymen Alkoholikern“, gesteht Brad De Long, Ökonomie-Professor der US-Eliteuniversität Berkeley, auf der Jahrestagung der American Economic Association (AEA) in Denver. Bei den Treffen der Selbsthilfegruppe erzählen die Teilnehmer viel über ihre Vergangenheit – wie sie Alkoholiker wurden und wie sie von ihrer Sucht losgekommen sind.
„Ich will heute über all die ökonomischen Erkenntnisse reden, die ich vor drei Jahren noch für wahr gehalten habe und die die Finanzkrise allesamt als falsch entlarvt hat“, sagt De Long. „Das ist ziemlich schmerzlich.“
Der Beinahe-Zusammenbruch des globalen Bankensystems und die tiefste Rezession seit der Großen Depression hat die Volkswirtschaftslehre in eine tiefe Sinnkrise gestürzt: Das Chaos traf das Fach unvorbereitet und war mit den gängigen Theorien nicht zu erklären.
Was haben Volkswirte bis dahin alles falsch gemacht? Welche Lehren muss die Disziplin daraus ziehen? Und was sollte überhaupt der Maßstab für eine gute Wirtschaftspolitik sein? Auf der AEA-Jahrestagung, die Anfang des Jahres in Denver stattfand, waren diese Fragen ein beherrschendes Thema.
An der Schwelle einer Revolution
In mehr als einem halben Dutzend Veranstaltungen diskutierten Volkswirte, was schiefgegangen ist und in welche Richtung sich die wirtschaftswissenschaftliche Forschung weiterentwickeln sollte. „Möglicherweise stehen wir an der Schwelle zu einer neuen Revolution des ökonomischen Denkens“, sagte James Galbraith, Ökonomie-Professor an der University of Texas in Austin.
Die AEA-Jahrestagung ist die mit Abstand wichtigste Ökonomen-Konferenz der Welt. Mehr als 9 000 Wirtschaftswissenschaftler aus aller Welt trafen sich zu Jahresbeginn zu einer viertägigen Konferenz.
ich möchte hier vor allem die Kritik unterstreichen, dass heutzutage unsere Wirtschaftsgeschichte nicht mehr elementarer bestandteil eines volkswirtschaftlichem Studiums ist. Ohne die Erkenntnisse warum wir uns über Jahrtausende zu dem entwickelt haben was wir heute sind, ist es völlig unmöglich dieses komplexe System zu verstehen. besonders die Entwicklung der Städte, die Grund- und Gutsherrschaft und die damit verbundene Arbeitsteilung, die Entstehung von territorialen Staaten, die späteren Volkswirtschaften ist unumgänglich. Ebenso die Geschichte des Handels, des Geld- und Kreditwesen, die Staatspleiten der Vergangenheit sind den meisten Studenten unbekannt. Das all diese Ereignisse die Menschen geprägt, erzogen und entwickelt haben ist für ein Grundverständnis unverzichtbar. Zudem wird davon abgesehen, dass man vor allem bei Wirtschaftswissenschaften interdisziplinär vorgehen muss. Die soziologische / psychologische Komponente hat einen enormen Einfluss in diesem Fachbereich und lässt durchaus auch Prognosen für die Zukunft erkennen.
in keinem einzigen Lehrbuch der VWL steht geschrieben, daß die ökonomischen Theorien im Ergebnis in die Empfehlung münden, sich völlig gewissenlos und unüberlegt in eine exzessive Verschuldung zu stürzen. Auch Keynes hat das so nie gesagt; aber die Akteure, namentlich die Politiker, konnte oder wollten das nicht begreifen.
Was nützt es denn, wenn etliche Wirtschaftswissenschaftler zu einer vernünftigen und sachgerechten Wirtschaftsordnungspolitik aufriefen und das noch immer tun, wenn keiner ihnen zuhört?
Man kann der VWL allerdings den Vorwurf machen, daß sie die menschliche Dummheit und Habgier zwar zum Teil berücksichtigt, aber insgesamt jedoch erheblich unterschätzt. Wie Einstein schon sagte, sie ähnelt dem Universum.
Die Leute, incl. me, weltweit haben kein money zum safen, sie verhungern oder vegetieren in Heimen herum.
Doch der Luxus besteht darin: in deutschland schauen Sozialhilfeempfängerkinder die Tapete an, anderstwo sitzen sie auf dem blanken beton in der Wohnung, oder auf der Strasse.
Fallbeispiel Frankreich:
Die Romas die zufrieden dort lebten in einfachsten behausungen werden vertrieben. Weil sie ein paar kupferdrähte abzogen haben und weil es ihnen angeboten wurde, als geschäft. Ja von wem denn?
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