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Ökonomie: Wie radikale Umbrüche auf Verbraucher wirken

Forschungsergebnisse aus der realen Wirtschaftswelt sind bei Entscheidern heiß begehrt. Vier US-Ökonomen zeigen nun erstmals beim iPhone, wie radikale Umbrüche auf Verbraucher wirken. Dabei sind sie dem Erfolgsgeheimnis von Apple auf die Spur gekommen.

Das neue iPhone ist erfolgreich, obwohl es preiswertere oder bedienerfreundlichere Produkte gibt. Quelle: Reuters
Das neue iPhone ist erfolgreich, obwohl es preiswertere oder bedienerfreundlichere Produkte gibt. Quelle: Reuters

DÜSSELDORF. Steve Jobs hat offenbar alles richtig gemacht: Er hat eine i-Gemeinde geschaffen, die treu jedes neue Produkt aus dem Hause Apple kauft. Dabei scheint es kaum eine Rolle zu spielen, ob es preiswertere oder bedienerfreundlichere Produkte gibt.

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Vier US-Forscher aber wollten einmal etwas genauer wissen, worin das Geheimnis von Apple eigentlich liegt. Mit bisherigen wirtschaftswissenschaftlichen Erkenntnissen lässt sich der Erfolg nämlich nicht erklären, schreiben die vier in einer Studie, die gerade im renommierten "Journal of Marketing" veröffentlicht wurde.

Es fehlten empirische Forschungsergebnisse, die das Wechselverhalten von Kunden beleuchteten, wenn tatsächlich ein radikal neues Produkt auf einen Markt dränge. "Solche Erkenntnisse werden immer wichtiger, denn die Umbrüche folgen heute schneller aufeinander."

Den vier Ökonomen ist es nun gelungen, das Kundenverhalten genau während eines solchen Marktumbruchs zu beobachten. Die Einführung des iPhones in Spanien diente ihnen als natürliches Experiment. Die Vorteile für die Forscher: Alle befragten Mobilfunkkunden wussten durch die weltweite Berichterstattung schon viel über das iPhone, bevor es überhaupt in Spanien zu kaufen war. Die Markteinführung war streng reglementiert, weil Apple nur einen Anbieter pro Land für den Vertrieb auswählte. Und: Der spanische Markt ist höchst kompetitiv, ein Anbieterwechsel teuer.

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