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Rezession: Wirtschaftskrise: Retten als Risiko

Angeschlagenen Banken sollte der Staat helfen - kriselnden Industriebetrieben aber nicht, zeigen ökonomische Studien. Der Staat erweist sich nicht nur als schlechter Unternehmer, sondern sucht sich für seinen Schutz auch stets sterbende Branchen aus. Die meisten Jobs entstehen ohnehin in Kleinbetrieben.

Banken retten ja, Industriebetriebe nein: Das fordern Ökonomen. Foto: dpa Quelle: dpa
Banken retten ja, Industriebetriebe nein: Das fordern Ökonomen. Foto: dpa Quelle: dpa

DÜSSELDORF. Als der erzkonservative texanische US-Abgeordnete Jeb Hensarling Ende September erklärt, warum er das Rettungspaket für die US-Banken abgelehnt hat, klingt seine Begründung reichlich exzentrisch. Das Gesetz, sagt der Republikaner, bringe die Vereinigten Staaten auf die "Rutschbahn zum Sozialismus".

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Heute, keine vier Monate später, fühlen sich selbst Sozialdemokraten wie Bundesfinanzminister Peer Steinbrück "an uralte Stamokap-Zeiten" erinnert. Schließlich machen sich sogar bürgerliche Politiker für Konzepte stark, für die sich vor kurzem nur Linkspopulisten wie Hugo Chávez und Oskar Lafontaine begeistern konnten.

So fordern Frankreichs Staatschef Nicolas Sarkozy und der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) direkte Staatsbeteiligungen an kriselnden Industrieunternehmen. Die Bundesregierung hat Opel bereits Staatshilfen in Aussicht gestellt und will nun auch anderen angeschlagenen Industriebetrieben mit Bürgschaften und günstigen Krediten helfen. Die amerikanische Regierung stützt marode Automobilkonzerne mit Milliarden.

Solch ein interventionistischer Kurs ist jedoch mittel- bis langfristig hochgradig gefährlich. Das legen zahlreiche wirtschaftswissenschaftliche Studien nahe.

Während Nothilfen für angeschlagene Banken und Ausgabenprogramme zur Rettung der Konjunktur auch die Gnade von überzeugten Marktwirtschaftlern finden, lassen ihnen Staatshilfen für normale Branchen die Haare zu Berge stehen.

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