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Diskussion: Kommentare zu: Rot-grüne Reformen nutzten vor allem den Reichen

Karikatur eines Community-Trolls

Liebe Leserinnen und Leser,

kennen Sie Trolle? Das sind Unholde, die nichts Gutes im Schilde führen. Internet-Trolle gibt es auch. Das sind solche, die „Beiträge verfassen und sich darin auf die Provokation anderer Gesprächsteilnehmer beschränken“, heißt es in den einschlägigen Definitionen. Solche Provokationen würgen eine Diskussion ab. Internet-Trolle sind also Menschen, die wir in unserer Handelsblatt-Online-Community nicht brauchen. Was wir gut finden, sind Kommentatoren. Gerne solche, die auf den Punkt kommen - von uns aus kurz und schmerzhaft.
Am meisten freuen wir uns, wenn Sie zu Ihrer Meinung mit Ihrem Namen stehen. Wir möchten wissen, mit wem wir diskutieren, und Sie haben ein Recht zu wissen, mit wem Sie sich auseinandersetzen. Wir glauben, dass es zu einem fairen Umgang miteinander im Netz gehört, sich offen gegenüberzutreten.

Ihre Handelsblatt-Online-Redaktion
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  • 20.08.2012, 21:49 Uhrnetshadow

    Das es unter rot-grün und rot-gelb den Unternehmen und reichen Haushalten steuerlich besser geht, ist nichts wirklich Neues. Hab jetzt leider nicht die Quelle zur Hand, wurde aber schon mal "erforscht".
    Auch die Kreation interessanter Begriffe fällt in diese Regierungszeiten, wie Minuswachstum, Besserverdienende.
    Alles eine Frage der "Verpackung". Da hilft nur Transparenz. Aber zur Zeit verlegt man sich in der SPD lieber auf Feindbilder und Nachahmung aus einem System vor der Wiedervereinigung mit bekannten Mythen und Gedankenkontrolle.
    Wenn je eine dieser Parteien eine Koalition mit den Piraten ins Auge fassen müsste - hm, auf dieses "Hauen und Stechen" um Transparenz freue ich mich schon jetzt.
    Man wird ja noch träumen dürfen :)

    • 23.08.2012, 10:03 Uhrwschira

      Kann mich nicht erinnern, dass eine neoliberale Koalition in Deutschland regiert hätte. Die Sozialliberale Koalition trug diesen Namen zurecht, nämlich sozial und liberal, und hat nichts mit der heutigen Absahner- und Chaostruppe zu tun.

  • 20.08.2012, 22:08 Uhraspi

    Dem, was die Forscher da behaupten, muss man mit ziemlichen Mißtrauen entgegentreten. Beispiel: Früher mußte eine Kapitalsgesellschaft die Dividendenausschüttung mit dem Höchstsatz versteuern, der Dividendenempfänger bekam dann eine Steuergutschrift und konnte die Steuern mit seinen eigenen verrechnen. Heute zahlt das ausschüttende Unternehmen weniger Steuern, aber der Dividendenempfänger versteuert das ganze dann nocheinmal, so dass die Gesamtbelastung heute höher ist als früher. Die optisch "niedrige" Abgeltungssteuer von 25% täuscht darüber hinweg, denn diese bezieht sich auf bereits versteuerte Gewinne, die dann nocheinmal versteuert werden. Ich halte es für sehr wahrscheinlich, dass die Autoren solche Dinge mal ganz locker unter den Tisch kehren, um Ihre von vorneherein feststehende Aussage nicht zu gefährden.

    • 20.08.2012, 22:59 UhrMarkus

      Dass Sie mit Ihrer These wohl nicht falsch liegen sieht man ja daran, dass man zwar Leasingmodelle von Firmen als Vorteil berücksichtigt aber gezahlte Gewerbesteuern ganz weglässt.

  • 20.08.2012, 22:08 UhrTBP

    Ja, und? Seitdem geht es in Deutschland aufwärts.

    • 21.08.2012, 08:18 UhrForzaEuro

      Nix "Ja, und?". Solche Effekte über den Erfolg der Reichen verbrauchen sich. Wenn Sie eine zu starke Schere zwischen Ärmeren und Reichen produzieren, dann kippt ein System einfach um.

      Wenn die Leistungsteilhabe vielen Menschen dadurch entzogen wird, dass andere mit geringeren Leistungsabgaben breits erfolgreicher sind und sich für andere die Leistung weniger lohnt (kalte Progression), dann kippt ein System im wahrsten Sinne des Wortes aus dem Gleichgewicht.

      Es ist mir egal, ob jemand reich ist und freue mich über ehrlich verdientes Geld auch der anderen immer. Ich finde es aber wichtig, dass unser Wirtschaftssystem stabil bleibt und da sind die Sorgen in der Vermögensverteilung in der Gesellschaft sehr berechtigt.

      Die Vermögensverteilung in der Gesellschaft hat sich in den letzten Jahren extrem negativ entwickelt. Es ist sehr wichtig die Ursachen hierfür zu erkennen und danach zu handeln und zwar für alle, für Ärmere und für Reiche.

  • 20.08.2012, 22:59 UhrWolf54321

    In der Schweiz gibt es ein Kanton mit einem degressiven Einkommenssteuersatz. Angefangen von einem Steuersatz von 10% vermindert sich der Steuersatz schrittweise bis zu einem Satz von 2% bei Einkommen über 2 Mio. Franken. Seit Einführung dieser Steuersätze freut sich das Kanton über STEIGENDE Steuereinnahmen. Soviel zum Sinn und Unsinn von Einkommensbesteuerung.

    • 21.08.2012, 03:31 UhrGast44

      Aber auf wessen Kosten?
      Logisch, dass dieser Kanton Multimillionäre und Milliardäre anzieht wie Motten das Licht.
      Das Geld fehlt dann in den anderen Kanton und natürlich besonders auch im Ausland.
      Die Schweizer mag das nicht jucken, aber gerecht ist das nicht.
      Grundsätzlich strebt das Geld dahin, dass sich fast alles Vermögen bei wenigen Familien ansammelt, während die grosse Mehrheit sich dumm & dämlich arbeitet und dabei immer ärmer wird.
      Richtig grosse Vermögen werden geerbt und nicht erarbeitet.
      Steuert man dieser Konzentration der Vermögen nicht entgegen, dann entstehen extreme Ungerechtigkeiten.

  • 21.08.2012, 03:38 Uhrmuunoy

    Rot-Grün ist es ein Dorn im Auge, wenn jemand durch Arbeit mehr verdient als ein durchschnittlicher Beamter. Dies liegt in der Herkunft der meisten Politiker insbes. von Rot-Grün begründet. Daher fordert Rot-Grün auch immer nur eine höhere Besteuerung hoher Arbeitseinkommen. Wer sein Geld nicht durch Arbeit verdient, hat dann eben Glück gehabt.
    Witzig daran ist, dass Rot-Grün so dafür sorgt, dass sich die Schere zwischen "Arm" und "Reich" immer weiter öffnet. Schließlich ist es im sozialistischen Deutschland kaum noch möglich, durch Arbeit vermögend zu werden.

    • 23.08.2012, 10:10 Uhrwschira

      Sagen Sie mal, haben Sie den Artikel nicht gelesen? Es geht darum, dass Reiche und Superreiche von den Massnahmen der Rot/Grünen Regierung am meisten profitiert haben, nicht, dass sie geschröpft wurden. Und bitte, wo sehen Sie denn ein sozialistisches Deutschland? Und zum guten Schluss, von eigener Arbeit konnte noch nie jemand reich werden, nur von der Arbeit Anderer.

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