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Diskussion: Kommentare zu: „Die Bedingungen für Griechenland liegen auf dem Tisch“

Karikatur eines Community-Trolls

Liebe Leserinnen und Leser,

kennen Sie Trolle? Das sind Unholde, die nichts Gutes im Schilde führen. Internet-Trolle gibt es auch. Das sind solche, die „Beiträge verfassen und sich darin auf die Provokation anderer Gesprächsteilnehmer beschränken“, heißt es in den einschlägigen Definitionen. Solche Provokationen würgen eine Diskussion ab. Internet-Trolle sind also Menschen, die wir in unserer Handelsblatt-Online-Community nicht brauchen. Was wir gut finden, sind Kommentatoren. Gerne solche, die auf den Punkt kommen - von uns aus kurz und schmerzhaft.
Am meisten freuen wir uns, wenn Sie zu Ihrer Meinung mit Ihrem Namen stehen. Wir möchten wissen, mit wem wir diskutieren, und Sie haben ein Recht zu wissen, mit wem Sie sich auseinandersetzen. Wir glauben, dass es zu einem fairen Umgang miteinander im Netz gehört, sich offen gegenüberzutreten.

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  • 16.05.2012, 08:14 UhrHeilbronn1964

    Wenn ich die letzten Jahre betrachte, schockiert mich nur noch die Dummheit unserer Politiker. Jeder Bürger hier in Deutschland sah diese Situation kommen - bis auf unsere Politiker und manche Wirtschaftsweisen. Aber inzwischen haben wir Unsummen nach Griechenland verbracht die unwiederbringlich verloren sind und nichts bewirkt haben. Und dennoch bestehen unsere Politiker weiterhin auf den ganzen Rettungsschirmen die letztendlich unserem Land, uns und unseren Kindern die Luft abschnüren. Was für einen Anlaß haben diese Politiker, so verbohrt zu sein und sich nicht irgendwo einzugestehen, daß die Entscheidungen falsch waren. Die Zukunft wird richtig "scheiße" werden, das haben sie schon verbockt. Aber lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende..
    Oder gibt es andere Gründe für solch ein verstocktes Verhalten?

    • 16.05.2012, 08:32 Uhrsteuer_michel

      Natürlich haben die Politiker dies verbockt!
      Gehen Sie mal bitte davon aus, dass der Euro "alternativlos" ist. Frau Merkel und ihre Partei und alle anderen Parteien, außer ein paar "Abweichler", haben für den Erhalt des Euros gestimmt, obwohl sie gleichzeitig die Maastricht-Regeln gebrochen haben.

      Es gibt kein einheitliches Konzept! Die Länder sind von ihrer Mentalität und Wirtschaftskraft zu unterschiedlich. Der Euro hätte am Schluss einer europäischen Einheit eingeführt werden können, aber nicht wie jetzt am Anfang. Solange wir eine nationale Fiskalpolitik haben, usw. wird es keine Besserung geben. Wir werden wahrscheinlich in eine Transferunion abgleiten, wenn nicht vorher die Bürger auf die Straße gehen und wie 1989 gegen die Politik demonstrieren.

      Ich erwarte von diesen Politikern nichts mehr! Ich muss zusehen, dass ich mein Vermögen rette, bevor das Finanzamt, etc. kommt. Das wird die Wahrheit sein!

    • 16.05.2012, 08:44 Uhrlensoes

      @heilbronn1964

      gibt es noch andere Gründe...

      ja: "kriminelle und erpressbare Gründe". Hätt man Sie am Knebel, würden Sie ebenfalls so reagieren.

  • 16.05.2012, 08:38 UhrDrPfeiffer

    Ich bin mir nicht mehr ganz sicher, aber hat nicht der Autor Groß in seinem Buch Spielgeld-ein neues Wirtschaftssystem schon 2008 geschrieben, dass das alles so kommt. Der hat den Nachweis für die Überschuldung durch den Zins gezeigt und hat ein neues auf Eigentum basierendes Wirtschaftssystem vorgestellt. 2008 war das schon, heute haben wir 2012!!!

  • 16.05.2012, 09:02 UhrAlexanderBerg

    Ausufernde Verschuldung (Eine Kernbetrachtung)wird durch zwei Faktoren beschleunigt. Zum einem durch die Zinseszins-Problematik im Geldsystem – ein exponentieller Verlauf. Zum anderen durch ein falsch gelerntes Problem-Lösungs-Prinzip, was ebenfalls exponentiell verläuft und zu vermehrter Komplexität in den ökonomischen Strukturen führt. Ersteres wird durch Zweiteres zudem befördert.

    Mehrheitlich gelernte “Gegenmaßnahmen” zur Aufrechterhaltung der Systemstrukturen allgemein: Mehr Arbeitsaufwand für immer weniger Lebensqualität, mehr Energieeinsatz und damit verbundene Umweltthematiken, mehr Druck in den Hierarchien, Gegendruck und Burnout, gesteigerter Ressourceneinsatz in einem begrenzten System und – wie bereits angerissen- mehr Geldmittel und somit mehr Schulden, Zinsen und Zinseszinsen (bei Schaffung von Geld aus dem Nichts).

  • 16.05.2012, 09:23 UhrFrankH

    Ist das nicht spitze?! Die Dame war vorher bei Goldman Sachs angagiert. Banksters Augen und Ohren sitzen nun auf der Regierungsebene und spionieren unseren Staat aus wie in Griechenland. Das Ende vom Lied kennen wir ja bereits. Wenn es dann eng wird gehen sie stiften. Willkommen in der Bankendiktatur. Die Goldman Sachs geschulte Dame wälzt geschickt mit Hilfe dieses Massenmediums die Verbrechen der Banker auf die Sozialsysteme ab. Absolut korrupt und wir bezahlen auch noch dafür.

  • 16.05.2012, 09:30 UhrPeterScholz1

    Immer wieder stelle ich mir die Frage, ob die Ökonomie ein Zweig der bildenden Künste ist, wo der Maler mit etwas Leinwand und Farbe ein rätselhaftes Kunstwerk schafft. Der Wert des Gemäldes hängt dann davon ab, wie geschickt der Künstler seine Farbkomposition erklären kann und wie oft er damit Erfolg hatte. Kein Konzern wird jemals diese Gewinne erzielen. Keine schwäbische Hausfrau wird jemals kaufen. Kaufen kann nur jemand, dem das Geld in Überfluss zukommt. Und wie macht man das? Man macht es im Prinzip wie der Maler! Der Galerist stellt parlamentarischen Raum für die Kunstbesessenen zur Verfügung, damit die in gegenseitiger Wertschätzung sich vor dem Thema vergeistigen können. Für den Geist müsste eigentlich schon der Nagel reichen; das Bild kann man sich hinzudenken. Da setzt der Geist aus.

    Deshalb sind meine Hoffnungen auf Problemlösung gering. Die Verursacher der Krise werden von sich aus keine Lösung finden, denn sie sind alle Ökonomen.

    http://www.bps-niedenstein.de/

    Beispiel: Die Stadt Kassel kaufte einen Schrottbully und ein paar ausgemusterte Schlitten für 1 Million DM, denn der Wertschöpfer trug einen Hut.

  • 16.05.2012, 09:33 UhrRD1

    "Zinseszins-Problematik"

    Ich kanns nicht mehr hören. Selbstverständlich funktioniert das Zins-System. Nur dürfen halt die aufgenommenen Kredite nicht verkonsumiert werden, sondern müssen investiert werden und zwar so, dass Zins und Tilgung aus der Investition bezahlt werden können. Ist das nicht der Fall, verliert der Investor sein Geld. Ist doch richtig so, wenn er sich verkalkuliert.
    Allerdings darf dafür nicht der Steuerzahler aufkommen sondern der Investor oder der Kreditgeber.

    Das Problem sind daher nicht die Zinsen, sondern die Einkommensverteilung. Und diese läßt sich einfach durch das Steuersystem regulieren.

  • 16.05.2012, 14:53 UhrG.N.

    Ein Austritt aus der Euro-Zone könnte Griechenland den staatlichen Kollaps bringen, aber die wirtschaftliche Gesundung.
    Ihr Griechen: raus aus dem Euro.
    Schnappt Euch Eure Drachme, sorgt dafür, dass man günstig zu Euch und in die Sonne kommen kann, dann klappt´s schon!

  • 16.05.2012, 15:04 UhrRoland

    Alle schön und gut, wenn die Bedingungen, zu denen Europa Griechenland beisteht, liegen seit Monaten klar auf dem Tisch. Jetzt ist es Sache der Griechen, sich darauf einzulassen und weiter zocken. Inwischen glaubt kein Mensch mehr, dass man einem Griechen das Arbeiten beibringt. Ich war selbst über zwei Jahre in Griechenland als Berater tätig. Die Drecksarbeiten haben die Afrikaner verrichtet. Die Griechen, wenn es sein musste, haben dann die Arbeit auf 6 Personen verteilt. Das Ergebnis war und ist, dass nach 5 Jahren die Arbeit immer noch nicht erledigt ist. Strukturreformen? Korruption? Kasteramt? Klärwerke? Alles Fremdwärter für die Griechen.
    Die EZB hat jetzt schon durch den Ankauf von Staatsanleihen Umverteilungsfunktion übernommen. Das kommt bestimmten Teilen des Währungsraums zugute, anderen weniger, wie Deutschland. Dazu fehlt der EZB das Mandat und die demokratische Legitimation. Was ist die EZB jetzt?
    Wer kommt jetzt für die Verluste der EZB auf?
    Das Mandat der EZB ist eindeutig definiert. Sie hat die Instrumente, die Wirtschaft mit Geld zu versorgen. Sonst garnichts. Kann dann ein Staat gegen die EZB rechtlich, wegen vertragsbruch, strafrechtlich vorgehen.

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