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Wirtschaftswissenschaften: Zwischen Theorie und harter Wirklichkeit

In San Diego üben sich die Wirtschaftswissenschaften in ungewohnter Selbstkritik: Forscher kritisieren die Realitätsferne der eigenen Profession und fordern eine Neuausrichtung.

Studenten der BWL in einer Statistik-Vorlesung. Die reine Modelltheorie hat inzwischen oftmals ihre einstige Vormachtstellung verloren. Quelle: dpa
Studenten der BWL in einer Statistik-Vorlesung. Die reine Modelltheorie hat inzwischen oftmals ihre einstige Vormachtstellung verloren. Quelle: dpa

San DiegoDie Ökonomie hat zuletzt viel Kritik einstecken müssen. Gerade nach dem Ausbruch der Finanzkrise vor fünf Jahren, deren Heftigkeit vorher kaum ein Forscher für vorstellbar hielt, hat das Ansehen der Profession massiv gelitten. Kritiker monieren, dass sich die Ökonomen zu sehr mit abstrakten Modellwelten beschäftigen, die zwar mathematisch elegant, für die konkrete Wirtschaftspolitik aber wertlos sind - weil sie mit der realen Welt wenig zu tun haben. "Für viele Menschen sind Ökonomen Prediger einer fremden Religion", räumte der Stanford-Professor Robert Hall selbstkritisch bei der AEA-Tagung in San Diego ein.

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So scheint das Vertrauen der Bevölkerung in die Expertise der Wirtschaftswissenschaftler nicht mehr allzu groß zu sein, zumindest in den USA: Dort haben zwei Forscher Hunderte Menschen nach ihrer Meinung zu wirtschaftspolitischen Problemen befragt - und ihnen hinterher die durchschnittliche Einschätzung von 41 prominenten US-Ökonomen zu denselben Fragen vorlegt. Doch fast keiner der Interviewten, der eine andere Meinung vertrat als die Forscher, änderte danach seine Position.

Ökonomen-Tagung Wie die Geldpolitik der Zukunft aussieht

In San Diego debattieren Ökonomen über die Lehren aus der Finanzkrise.

In der Ökonomie hat eine Phase der Selbstreflektion begonnen - das wurde auch in San Diego deutlich. Einer derjenigen, der die Realitätsferne der eigenen Profession am deutlichsten kritisiert, ist David Collander vom Middlebury College in Vermont: Er plädiert sogar dafür, die theoretische Forschung und die angewandte Politikberatung künftig konsequent voneinander zu trennen - und für Letztere eigene Ausbildungsgänge zu schaffen. Darin solle es dann weniger darum gehen, neue Erkenntnisse über ökonomische Zusammenhänge zu gewinnen, sondern schlichtweg darum, wirtschaftspolitische Probleme zu lösen. Eine ähnliche Trennung gebe es ja bereits zwischen Ingenieuren und Physikern, meint Collander.

Aktuelle Forschung

Dennoch - es hat sich einiges getan in den Wirtschaftswissenschaften: So hat die reine Modelltheorie ihre Vormachtstellung inzwischen verloren, wie eine Studie von Daniel Hamermesh von der University of Texas zeigt. Demnach wird diese Methodik heutzutage nur noch in jeder fünften Studie genutzt, die in einem der drei renommiertesten Ökonomie-Journalen erscheint. Vor 30 Jahren waren es noch sechs von zehn. Verdrängt wurden die mathematischen Modelle dabei vor allem durch statistische Forschung anhand realer Daten, die heute fast zwei Drittel der Topveröffentlichungen ausmachen. "Ein Grund dafür dürfte sein, dass die Herausgeber der Journale erkannt haben, wie wenige Leser diese oft abstrusen Modelle überhaupt noch verstehen", vermutet Hamermesh.

Dass die ökonomische Forschung aber grundsätzlich zu abseitig geworden ist, will er nicht unterschreiben. "Ich bin tief davon überzeugt, dass wir relevante Dinge untersuchen", sagt Hamermesh.

  • 07.02.2013, 10:49 Uhrsailing

    etwas ketzerisch formuliert müsste man sich fragen was die ökonomischen Modelle mit dieser sogenannten "Wirtschaftskrise" zu tun haben?
    Die Antwort lautet: GAR NICHTS, denn es liegt ein Fall von Politikversagen vor, die das Auseinanderfallen von Real- und Finanzwirtschaft erlaubt hat.

  • 26.01.2013, 22:46 UhrFrank3

    Die AUFGABE des WAHREN RECHNENS IST SO EINFACH !!! WIEVIEL KAUFKRAFT wird VERTEILT und WIEVIEL GELDRECHT AUF GEWINN IST NUR GELDSELBSTZWECKGELD ABZUSICHERN , WAS NUR MEHR WERDEN WILL aber es NUR KANN , wenn andre GEWINNBRINGENDE FINDET ,WAS JA NUN DIE STAATEN GEGEN VÖLKER SIND , bei SINGENDER KAUFKRAFT . GEWINN MUSS also JEDE IDEE UMGESETZT WIRD DIE GEWINN VERSPRICHT , EGAL ob es NOCH MENSCHEN DIENT . WOLLEN SCHON ASTROIDEN ABERNTEN und MACHEN DAMIT wen SATT ? die meinen in diese EDELMETALLE GELD SICHER UNTERZUBRINGEN aber wer WILL GOLD FRESSEN ?
    DA NUN EU WETTBEWERBSFÄHIGER WERDEN SOLL , WAS HEISST , NOCH WENIGER KAUFKRAFT BEI MEHR GEWINN ABSCHÖPFEN , ZUM NUTZEN DER GELDSELBSTZWECKGELDBESITZER , die den GEWINN NACH CHINA SCHLEPPEN , weil DENKEN IN DIESER BLASE , WO ALLE WELT , mit ÜBERSCHUSS AN GELD , GELD HINSCHLEPPT , um GEWINNE ZU MACHEN ABER AM ENDE ZAHLT FÜRS AUFBLASEN von CHINA ??? CHINA WÄCHST NICHT AUS EIGENER KRAFT SONDERN DURCH ZUFLUCHT VON GELDER UND WISSEN
    CHINA BAUT GEISTERSTÄDTE , um GELD UNTERZUBRINGEN ohne MIETER !! WIE LANGE HÄLT UNBEWOHNTES ??? . . . .

    ALLES IRRE UND LÜGE , WAS NICHT MENSCHEN DIENT SONDERN DEM GEWINNRECHT .

    ARBEITSPLÄTZE UND EVOLUTION DER BESTEN PRODUKTE , GEHT NUR ÜBER MASSENKAUFKRAFT und NICHT WIRTSCHAFTSFÖRDERUNG , die es NUR ZUR MONOPOLISIERUNG und NICHT GEFÖRDERTER KONKURRENZ VERNICHTEN NUTZT . . .
    MAL EHRLICHE WORTE : http://www.youtube.com/watch?v=GC40VTCJWU0&playnext=1&list=PLCA2D3F27FC13C597
    HAB ich GEBRAUCHT , diese WAHRHEIT MAL WIEDER HÖREN .
    Frank Frädrich

  • 18.01.2013, 18:05 UhrHolgerJahndel

    Die wahren Zahlen

    http://www.volksprotest.de Lösungen siehe Forum...

    Manfred Julius Müller für Zollgrenzen und gegen Freihandel und für Protektionismus nach Friedrich List, Emmanuel Todd und Franz Groll als Linksparteimitglied in "Wie das Kapital die Wirtschaft ruiniert"...

    http://www.neo-liberalismus.de

    http://www.anti-globalisierung.de

    http://www.das-kapital.eu/

    http://www.das-kapital.eu/manfred-mueller.html

    EIR - Bürgerbewegung Solidarität nach US Demokrat Lyndon LaRouche

    http://www.bueso.de

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