
BERLIN. Die offizielle Wahl findet zwar erst am Freitag statt, doch wie das Handelsblatt erfuhr, haben die Forscher im Rat den 54-Jährigen auserkoren – und dem folgen traditionell auch die Wissenschaftsminister.
Marquardt ist in der Geschichte des Wissenschaftsrats erst der dritte Ingenieur an der Spitze. Er startete seine Karriere an der Uni Stuttgart und führt seit 1992 den Lehrstuhl für Prozesstechnik in Aachen. In den Olymp der deutschen Wissenschaft zog er vor knapp einem Jahr ein. Damals sagte er, er werde dort „die Ingenieurwissenschaften in ihrer ganzen Breite vertreten“. Besonders am Herzen liegt dem Böblinger das „Zusammenwachsen des europäischen Wissenschaftsraums“. Der Wissenschaftsrat ist das höchste Beratungsgremium der Politik: Er akkreditiert Hochschulen, lenkt die strukturelle Entwicklung der Wissenschaft und sichert so deren internationale Wettbewerbsfähigkeit.