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Bankenaufsicht: Gute Ideen - aber leider wirkungslos

Die "Baseler Grundsätze" sind seit 1997 das Maß der Dinge für gute Bankenaufsicht. Doch Forscher von IWF und Weltbank haben jetzt festgestellt: Die Regeln sind offenbar wirkungslos und machen Banken keineswegs sicherer. Einige Vorschriften sind womöglich sogar kontraproduktiv.

Ein Forscherteam von Weltbank und IWF untersuchte die Wirksamkeit der "Baseler Grundsätze" - mit einem ernüchternden Ergebnis. Quelle: Reuters
Ein Forscherteam von Weltbank und IWF untersuchte die Wirksamkeit der "Baseler Grundsätze" - mit einem ernüchternden Ergebnis. Quelle: Reuters

LONDON. Die Branche hat sie als einen Meilenstein für den Aufbau eines stabileren Weltfinanzsystems gefeiert, als globalen Leitfaden für gute Finanzmarktregulierung: Die "Baseler Grundsätze für eine wirksame Bankenaufsicht", 1997 verabschiedet, sind bis heute die zentrale Messlatte zur Begutachtung der Qualität des Finanzsystems eines Landes.

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Auf 47 Seiten haben die Zentralbanken und Finanzmarktaufseher der Industriestaaten 25 intuitiv einleuchtende Prinzipien zum Verhältnis zwischen Staat und Geldhäusern definiert. Sie verlangen zum Beispiel, dass die Aufseher "vorsichtige und angemessene Eigenkapitalanforderungen für alle Banken festsetzen", dass sie die Risikomanagement-Systeme der Institute überprüfen und dass sie für seriöse Bankbilanzen sorgen.

"Die 25 Grundsätze", schrieb das Handelsblatt im Jahr 1997, "repräsentieren den ,state of the art? auf dem Feld der Bankenaufsicht."

Aber erfüllen die Baseler Grundsätze auch tatsächlich ihren Zweck? Machen sie die Banken in einem Land wirklich sicherer?

Ein Forscherteam von IWF und Weltbank ist diesen Fragen nachgegangen. In einer jüngst veröffentlichten Studie mit dem Titel "Basel Core Principles and Bank Risk: Does Compliance Matter?" kommen die Wissenschaftler zu einem denkbar schlechten Fazit: Der Kodex ist offenbar wirkungslos.

Wie streng ein Land den Baseler Grundsätzen folgt, hat keine erkennbaren Folgen für die Stabilität seiner Banken, stellen die Wissenschaftlerinnen Asli Demirgüç-Kunt von der Weltbank und Enrica Detragiache vom IWF fest.

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