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Loyalität im Unternehmen: Emotionale Bindung zahlt sich aus

Können sich Angestellte mit ihrem Unternehmen identifizieren und fühlen sie sich ernst genommen, profitiert davon auch der Arbeitgeber. Denn die emotionale Bindung der Mitarbeiter zahlt sich für Firmen in barem Geld aus.

Angestellte eines Unternehmens: Loyale Mitarbeiter sind auch produktiver, wie eine Studie zeigt. Quelle: dpa
Angestellte eines Unternehmens: Loyale Mitarbeiter sind auch produktiver, wie eine Studie zeigt. Quelle: dpa

DüsseldorfSie nannten sich Kruppianer, Opelaner, Siemensianer. Arbeiter, die ihr Unternehmen als zweite Familie betrachteten und die bedingungslos zu ihrem Arbeitgeber standen. Diese Spezies ist fast ausgestorben. Jobs sind heute oft nur noch Durchgangsstationen, und in zahlreichen Unternehmen haben große Teile des Personals innerlich gekündigt. Für die Firmen ist das eine gefährliche Entwicklung – denn sie kostet die Firmen bares Geld, zeigt ein vierköpfiges Forscherteam um die Sheffielder Ökonomieprofessorin Sarah Brown.

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Unternehmen, die loyale Mitarbeiter haben, sind produktiver, zeigen die Forscher in einer aufwendigen empirischen Studie. Zudem stellen sie fest: Die emotionale Bindung, die ein Beschäftigter zu seiner Firma hat, fällt nicht vom Himmel, sondern hängt davon ab, wie die Führungskräfte mit der Belegschaft umgehen.

Grundlage der Studie ist eine aufwendige Umfrage unter mehr als 17.000 Beschäftigten in 1.400 britischen Unternehmen aus dem Jahr 2004. Die Angestellten mussten unter anderem angeben, wie stark sie sich mit den Werten des Unternehmens identifizieren und wie ernst genommen sie sich fühlen. Gleichzeitig wurden auch die Führungskräfte der Betriebe gefragt – unter anderem dazu, wie sie die Produktivität und die finanzielle Situation ihres Betriebs einschätzen.

Zudem werteten die Forscher aus, wie gut die Unternehmensspitze das Personal über die Situation des Unternehmens, geplante Umstrukturierungen, Budgets und Gewinne auf dem Laufenden hält.

Das Zeugnis, das die Forscher den Topmanagern ausstellen, fällt durchwachsen aus. In jedem fünften Unternehmen gibt es keine Treffen zwischen Führungsriege und der Belegschaft, knapp 15 Prozent des Personals finden, dass Manager „sehr schlecht“ auf Anregungen und Wünsche eingehen. Nur jeder zweite Angestellte fühlt sich von den Chefs fair behandelt und ist der Meinung, dass Versprechen im Unternehmen eingehalten werden.

Die Antworten der Arbeitnehmer setzten die Forscher zu einem Loyalitätsindex zusammen, der beschreiben soll, wie vorbehaltlos sie zu ihrem Brötchengeber stehen. Generell erweisen sich ältere Beschäftige als loyaler als ihre jüngeren Kollegen, das Gleiche gilt für Vollzeitkräfte im Vergleich zu Teilzeitbeschäftigten.

  • 29.09.2011, 10:22 UhrAnonymer Benutzer: MarioMevert

    Ich sehe es genauso, wie in der Studie aufgezeigt!
    Emotionale Loyalität, die wirkliche Identifikation des Kunden und der Mitarbeiter mit dem Unternehmen, ist das Höchste, was ein Unternehmen anstreben kann!!!

    Mario Mevert, www.kundenbindungscoach.de

  • 28.02.2011, 19:59 UhrAnonymer Benutzer: Ben

    na was für eine Überraschung! Aber die manche brauchen wahrscheinlich erst eine Studie mit nackten Zahlen, die das beweist, was jeder normale Mensch sich von selbst denken kann.

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