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Ökonomie-Studie: Das Paradox des Schuftens

Für liberale Ökonomen und Politiker ist die Sache klar: Niedrigere Steuern sind der Königsweg aus unserer Wirtschaftskrise. Doch sind Steuersenkungen wirklich ein Mittel gegen die Wirtschaftskrise? Ein Fed-Volkswirt warnt in einer provokanten Studie vor gefährlichen Nebenwirkungen.

Führt das viel beschworene mehr Netto vom Brutto wirklich zu Wachstum und Beschäftigungsschwung? Ein Ökonom widerspricht. Quelle: dpa
Führt das viel beschworene mehr Netto vom Brutto wirklich zu Wachstum und Beschäftigungsschwung? Ein Ökonom widerspricht. Quelle: dpa

LONDON. Wenn Beschäftigte mehr von ihrem Lohn und Unternehmer mehr von ihrem Gewinn behalten dürfen, so die Argumentation, dann würden die Menschen mehr arbeiten - und damit Wachstum und Beschäftigung in Schwung bringen.

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Aber geht diese Rechnung in jedem Fall auf? Steigt, wenn sich alle Menschen stärker anstrengen wollen, wirklich in jedem Fall die Beschäftigung? Nein, meint Gauti Eggertsson, Makroökonom im Forscherstab der Federal Reserve Bank of New York. In einem provokantem Forschungspapier zeigt er: In manchen Situationen kann genau das Gegenteil passieren. Ein höheres gesamtwirtschaftliches Arbeitsangebot kann unter bestimmten Bedingungen dazu führen, dass das Beschäftigungsniveau sogar zurückgeht. Eggertsson hat dafür den griffigen Begriff "Paradox of Toil" ("Paradoxon des Schuftens") geprägt.

Trugschlüsse der Verallgemeinerung

Was seine Arbeit besonders brisant macht, ist: Die Voraussetzungen, die für das Phänomen in der Theorie nötig sind, kommen der tatsächlichen Verfassung, in der sich die Weltwirtschaft derzeit befindet, beängstigend nah. Eine Zutat ist, dass die gesamtwirtschaftliche Nachfrage schwach ist - eine andere, dass die Leitzinsen der Zentralbanken sich der Nulllinie nähern.

Zentral für das "Paradox of Toil" ist, dass es einen Unterschied macht, ob wenige Mitglieder einer Gesellschaft mehr arbeiten wollen oder ob alle diesen Wunsch verspüren. Wenn nur ein einzelner mehr arbeiten möchte und sich zum Beispiel einen Zweitjob sucht, steigt das Beschäftigungsvolumen. Agieren aber alle so, kann es zu unerwarteten Rückkopplungen kommen.

Die Wirkungskette sieht so aus: Als Erstes kämen durch das steigende Arbeitsangebot die Löhne unter Druck. Daraufhin würden die Unternehmen ihre Preise senken. Geschieht das auf breiter Front, gerät das Preisniveau unter Druck, ebenso wie die Inflationserwartungen der Menschen. Das hat Folgen für das Zinsniveau: Die realen Zinsen - die Differenz aus nominalen Zinsen und der erwarteten Inflation - steigen. Höhere Realzinsen aber sind Gift für Investitionen, Wirtschaftswachstum und Beschäftigung.

  • 14.04.2010, 01:23 UhrAnonymer Benutzer: Mariana Mayer

    Egal welches System dran kommt, schaut euch den kulturellen Film "Schwabenkinder" an.
    So wird man behandelt. Zwar erst freundlich, aber dann..

    Amm Ortsausgangsort von Stuttgart steht ein Schild: beseitigung von Obdachlosigkeit... am Wohnamt
    also den Kehrricht entfernen, nach erfolgter Ausbeutung, so ist...
    doch bevor ich hierher kam war mir eine Tatsache bewusst: Die Stadt Stuttgart, wollte das betteln verbitten lasse nund zwar per Gesetz als erste Stadt, und ich habe diese Leute gesehen,.. von vorneherein wusste ich was hier Sache ist, incl des Films Schwabenkinder und des Turmbaus von babels,

    und SiE haben mir alles bestätigt.

    Das Gesetz wurde gekippt, das betteln ist erlaubt und die bibel die haben die Schwaben bis heute nicht gelesen, dass gottlose Volk, wird solange wandern bis jemand barmherzig geworden ist die Schuld zu versühnen das ist ein weiter Weg,
    sehr weit...

  • 13.04.2010, 23:28 UhrAnonymer Benutzer: Peter Scholz

    Das ist völlig richtig.
    Anfang der 70er Jahre hatten wir so eine Situation als die Löhne kräftig angehoben wurden. Da brauchte ich für dringende Terminarbeiten am Samstag Leute. "Was? Am Samstag gehe ich mit Mutti einkaufen".
    Als die letzte Regierung den Spitzensteuersatz senkte glaubte man auch, es würden im gleichen Maße investitionen im inland entstehen. Nee, das Geld ging ins Ausland, die Champagnerpreise stiegen und die Yacht durfte nicht zu kurz geraten. Luxusimmobilien waren die Renner.
    Niemand zahlt gerne Steuern. Und das ist von Westerwelle bis Gysi so, weil zu viel Geld vertan wird.
    Das ist der springende Punkt. Steuern runter und nachhaltig haushalten. Die Subventionen der Tabakindustrie sind Peanuts. Die Reform des Städtebaus bringt was. Energiesparen bringt was. Familien mit zwei und mehr Kindern sind gefragt. Wohneigentum für alle. Unternehmensbeteiligungen. Auf lange Sicht müssen wir über diese instrumente dazu kommen, daß die Grundversorgung über Arbeit nichts mehr kostet. Wir haben doch heute schon Produktionen, bei denen der Faktor Arbeit keine wesentliche Rolle spielt. Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich ist nicht funktionsfähig.
    Nach meinem Modell soll sich die Lebensarbeitszeit auf 30 Jahre begrenzen, mit 30 beginnen und mit 60 aufhören. Die Zeit davor und die Zeit danach ist die Zeit des Hinzuverdienens. bis 30 wird der beruf trainiert, nach 60 wird beraten. Wer das nicht kann, hilft bei der Grundversorgung.
    Aber der Staat bekommt nur noch soviel Geld, wie er für seine hoheitlichen Aufgaben braucht. Der Löwenanteil bleibt in der gated community einer ansonsten offenen Gesellschaft. Das war es.

  • 13.04.2010, 23:26 UhrAnonymer Benutzer: Peter Scholz

    Das ist völlig richtig.
    Anfang der 70er Jahre hatten wir so eine Situation als die Löhne kräftig angehoben wurden. Da brauchte ich für dringende Terminarbeiten am Samstag Leute. "Was? Am Samstag gehe ich mit Mutti einkaufen".
    Als die letzte Regierung den Spitzensteuersatz senkte glaubte man auch, es würden im gleichen Maße investitionen im inland entstehen. Nee, das Geld ging ins Ausland, die Champagnerpreise stiegen und die Yacht durfte nicht zu kurz geraten. Luxusimmobilien waren die Renner.
    Niemand zahlt gerne Steuern. Und das ist von Westerwelle bis Gysi so, weil zu viel Geld vertan wird.
    Das ist der springende Punkt. Steuern runter und nachhaltig haushalten. Die Subventionen der Tabakindustrie sind Peanuts. Die Reform des Städtebaus bringt was. Energiesparen bringt was. Familien mit zwei und mehr Kindern sind gefragt. Wohneigentum für alle. Unternehmensbeteiligungen. Auf lange Sicht müssen wir über diese instrumente dazu kommen, daß die Grundversorgung über Arbeit nichts mehr kostet. Wir haben doch heute schon Produktionen, bei denen der Faktor Arbeit keine wesentliche Rolle spielt. Arbeitszeitverkürzung bei vollem Lohnausgleich ist nicht funktionsfähig.
    Nach meinem Modell soll sich die Lebensarbeitszeit auf 30 Jahre begrenzen, mit 30 beginnen und mit 60 aufhören. Die Zeit davor und die Zeit danach ist die Zeit des Hinzuverdienens. bis 30 wird der beruf trainiert, nach 60 wird beraten. Wer das nicht kann, hilft bei der Grundversorgung.
    Aber der Staat bekommt nur noch soviel Geld, wie er für seine hoheitlichen Aufgaben braucht. Der Löwenanteil bleibt in der gated community einer ansonsten offenen Gesellschaft.
    Es kommt wie nach dem Krieg mit dem Kühlschrank, Fernseher und Auto. Der Faktor Neid wird es regeln.
    Das war es.

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