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Unternehmen: Wo sich Korruption auszahlt – und wo nicht

Geschmiert wird immer, lautet eine alte Weisheit. Aber lohnt sich Bestechung überhaupt für die einzelnen Unternehmen? Drei Forscher haben das untersucht. Ihre Ergebnisse werfen Zweifel auf. Eins aber ist sicher: Die einzelnen Volkswirtschaften leiden immer unter dem Handeln.

Der Markt für Korruption läuft seit Jahren gut - und dass, obwohl die Praxis offenbar schlecht fürs Geschäft ist. Quelle: dpa
Der Markt für Korruption läuft seit Jahren gut - und dass, obwohl die Praxis offenbar schlecht fürs Geschäft ist. Quelle: dpa

DÜSSELDORF. Nun also die Deutsche Bahn. Der Konzern hat in der vorigen Woche mehrere Manager entlassen. Der Vorwurf: Sie hätten in den vergangenen fünf Jahren für verschiedene Bahn-Projekte in Griechenland, Ruanda, Algerien, Tansania und Libyen Schmiergelder in Millionenhöhe gezahlt.

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Konsequent habe die Unternehmensführung reagiert, heißt es bei der Bahn. Sie habe zusätzlich noch externe Prüfer mit der Aufklärung des Falls beauftragt. Nach Siemens will nun auch das Bahn-Management offenbar gezielter gegen Korruption im eigenen Hause vorgehen. Denn Bestechung, das wissen die Unternehmen, ist schlecht fürs Image.

Und häufiger als bislang gedacht ist Korruption offenbar auch schlecht fürs Geschäft – das zeigt ein dreiköpfiges Forscherteam in einer neuen Studie. Paradox dabei: Der Markt für Korruption läuft seit Jahren wie geschmiert.

Korruption senkt die Produktivität der Unternehmen

Jedes Jahr listet die Organisation zur Korruptionsbekämpfung, Transparency International, die Länder auf, in denen Korruption am meisten verbreitet ist. In Afghanistan und Somalia sieht es am schlimmsten aus, Neuseeland steht mit weißer Weste da, und Deutschland liegt mit Platz 14 im oberen Mittelfeld. Einen erkennbaren Rückgang der Korruption hat Transparency bislang nicht festgestellt.

Was aber bringt die Korruption den Unternehmen ganz konkret? Dieser Frage sind die Ökonomen Donata de Rosa (Weltbank), Nishaal Gooroochurn (London Metropolitan University) und Holger Görg (Kieler Institut für Weltwirtschaft) nun erstmals nachgegangen.

Den Ausgangspunkt ihrer Studie bildet die Überlegung, dass Unternehmen mit Schmiergeldern letztlich ihre Produktivität steigern wollen. Doch diese Rechnung geht nicht zwangsläufig auf. Zwar können Unternehmen dank Korruption schneller Aufträge oder Genehmigungen ergattern.

  • 20.07.2010, 17:06 UhrAnonymer Benutzer: Weltenbummlerin

    Die Politik wird ausgenommen bei den Untersuchungen, sonst hätten wir keine Politiker mehr.

  • 16.07.2010, 18:46 UhrAnonymer Benutzer: "Wie soll ich meine Tochter erziehen, Bernie...

    ..fragte mich vor knapp drei Jahren mein Freund Predeep, der in Ghana und Nigeria eine der größten Mineralwasser-Hersteller-Firmen aufgebaut hat und natürlich über und durch "Donations", "Awards" und exzellente Kontakte genau weiß, wo "Korruption" anfängt und die sog. "Commission" aufhört. Die kleine Alisha war gerade geboren. Ja, der begriff "Korruption" ist noch "länder- und branchenspezifisch", wie ich dem "Handelsblatt" zustimme, aber etwa im Gesundheitswesen durchaus weltweit angesichts vieler "Globalplayer nahezu überall heute gleich". Es lohnt sich nach meinen tatsächlichen langjährigen Erfahrungen auf Dauer wirklich nicht, etwa Ärzte und/oder behördenvertreter zu korrumpieren, weil "es" irgendwann "alle" im jeweiligen Wirtschaftsbereich machten/versuchten - durch welche "Vorteilsgaben" auch immer. Hinterher, wenn's rauskommt, wird's dann nochmal sauteuer! Soehe das "Loch im Golf von Mexiko"! Saatskorruption wie dort oder etwa in bayerns CSU dagegen ist also lebensgefährlich - 51 ungeklärte Todesfälle in CSU-Psychiatrien, jetzt der sich "ewig hinschleppende, ja gar nicht in Gang kommende", so die für die berichterstattung vom Prozess immer wieder vertrösteten Journalisten in bayern gegen die "Folterpfleger von Fischbachau", getragen vom CSU-bezirk Oberbayern, die ungesetzlichen Löschungen/Zensuren von Kommentaren dazu in der "SZ" und dem "MM" und Datenfälschungen in behördenpapieren schaffen ein Klima des hochexplosiven Gemisches aus vertuschender Justiz, verdruckten Polizisten, Erpressungen und Angstmache, oft total hilflosen Rechtsanwälten und unschuldig irgendwo vergammelnden Menschen, ja gar Geschichtsfälschung 1. Ordnung. Dann die direkte Politik-Korruption des Produktbereiches "Macht": Das buch von Prof. Michael buback "Der zweite Tod meines Vaters" zu den Vorgängen in und nach der RAF-Zeit in den 70ern erfordert eine "Neuschreibung der Deutschen Nachkriegsgeschichte", so Dr. Prantl vor einiger Zeit in der "SZ". Korruption und "Omerta" bis hin zu Auftragsmorden gehen ja Hand in Hand. Also sagte ich meinem Freund Pradeep: "Erziehe deine kleine Tochter Alisha so, wie du einmal willst, dass sie sich selbst in die Augen sehen kann. Als aufrechte, selbstbewusste Frau mit Stolz auf ihren Papa, der ihr beibrachte, wo "Commission" und Unterstützung, dass es da und dort "etwas" schneller geht, aufhören und wo Korruption und Verbrechertum beginnen. ich bin heute mit meinen fast 62 Jahren sehr froh, dass ich mich nie habe korrumpieren lassen. Angebote gab's genug - aber ich habe mir immer vorgestellt, ich wäre dann aktiver Teil und für immer Mitglied eines Verbrechersyndikats und folglich stets von der Angst begleitet, erpressbar zu sein, "dass alles rauskommt". Und das wollte ich nie sein. Ganz einfach. bernhard Pallmann

  • 16.07.2010, 11:54 UhrAnonymer Benutzer: Worldwatch

    " ... Ausgangspunkt ihrer Studie bildet die Überlegung, dass Unternehmen mit Schmiergeldern letztlich ihre Produktivität steigern wollen. Doch diese Rechnung geht nicht zwangsläufig auf ..."

    Altbekannt, wie der Umkehrschluss. Das naemlich das Geschaeft in Laendern, in denen "zielfoerdernde Ausgaben" erwartet werden, die Rechnung zwangslaeufig nicht aufgeht.
    Das wissen sicher auch die -sich spaeter medienwirksam echauvierenden, entsetzt spielenden- Unternehmensleiter und Politiker.
    Niemand von den Verantwortlichen in Unternehmen und Politik, gibt den f.d. operative Geschaeft verantwortlichen Mitarbeitern sein -offizielles- OK f. "betriebsfoerdernde Ausgaben", aber alle wissen in Wahrheit bescheid, und es wird dahingehend Druck gegenueber den operativ Verantwortlichen aufgebaut es zu tun.
    Nur wenn's rauskommt, und die "ehrbaren Medien" sich ans populistische Ausschlachten begeben, mimt man Dehmut und zukuenftige Gefahrenabwehr. bigotterie pur.

    ich weiss nicht was verlogener ist; die Korruption, oder das Entsetztspielen d. "Kette der verantwortlichen Gutmenschen", wenn's rauskommt.

    Man sollte es machen wie, bspw., die USA.
    Da korrumpiert im Vorfeld d. Staat, mithilfe seiner "Schakal-Abteilungen", und die profitierenden Unternehmen bedanken sich mit mehr Steuerzahlungen an den Staat.

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