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Wissenswert: Ohne Banken kein Wohlstand

Yale-Professor und Bestsellerautor Robert Shiller spricht sich für ein modernes und demokratisches Finanzsystem aus. Der Staat könne der Branche Nachhilfe erteilen und somit die Lebensbedingungen der Menschen verbessern..

Bestsellerautor und Wirtschaftsprofessor Robert Shiller bricht eine Lanze für den modernen Finanzkapitalismus. Quelle: Reuters
Bestsellerautor und Wirtschaftsprofessor Robert Shiller bricht eine Lanze für den modernen Finanzkapitalismus. Quelle: Reuters

ChicagoGegen den Strom zu schwimmen, damit hat Robert Shiller Erfahrung. Ende der 90er-Jahre, auf dem Höhepunkt des Börsenfiebers, warnte der Yale-Professor in seinem Bestseller „Irrationaler Überschwang“ als einer von wenigen vor der massiven Überbewertung der Aktienkurse. Ein Börsenkollaps sei nur eine Frage der Zeit. Früher als die meisten seiner Kollegen warnte Shiller später auch vor der Spekulationsblase auf dem US-Immobilienmarkt.

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Jetzt widerspricht Shiller wieder einmal einer Mainstream-Position. Er bricht eine Lanze für den modernen Finanzkapitalismus, der im Zuge der Krise massiv in die Kritik geraten ist. Ohne das heutige Bankensystem würde es unseren wirtschaftlichen Wohlstand so nicht geben, argumentiert Shiller in einem Buch, das im März unter dem Titel „Finance and the Good Society“ bei Princeton University Press auf den Markt kommt. Auf der Jahrestagung der American Economic Association in Chicago gab Shiller jetzt einen Vorgeschmack auf sein neues Werk. „Den meisten Menschen ist nicht bewusst, welch große Rolle Finanzinnovationen für unser Leben spielen,“ lautet seine These.

Europäische Banken

So seien zum Beispiel die Anstiege bei der Lebenserwartung in den vergangenen Jahrzehnten nicht nur medizinischen Fortschritten zu verdanken - sondern auch Finanzinnovationen, durch die erst das Geld für Medizin-Forschung zur Verfügung gestellt worden sei.

Statt das Finanzsystem einzudämmen, spricht sich Shiller für dessen Weiterentwicklung und Modernisierung aus. „Wir müssen es fairer, menschlicher und effizienter gestalten“, fordert der Ökonom. „Wir brauchen eine Demokratisierung des Finanzsystems.“

  • 12.01.2012, 20:27 Uhrdeltaone

    BüSo ist ein Abfallprodukt der parlamentarischen Demokratie, eine Splitterpartei voller Phantasten und Wegelagerern, die Passanten anfallen mit dümmlichen Konzepten und populistischen Peinlichkeiten.

  • 12.01.2012, 12:34 UhrAnonymer Benutzer: Diezahmehilde

    Robert Shiller ist nicht der einzige Wirtschaftswissenschaftler, der vor der Krise und den platzenden Blasen gewarnt hat. Lyndon LaRouche warnte seit Jahren davor. Seine Aussagen zur kommenden Wirtschafts- und Finanzkrise kann man in dem Wochenblatt der BüSo nachlesen „Neue Solidarität“. Ich kann das nachweisen, befinden sich doch diese Zeitungen seit 1993 in meinem Besitz. Sogar die ultraliberale FAZ befand in einer ihrer Ausgaben, daß man vielleicht besser auf LaRouche gehört hätte. Wie wahr!
    Die zahme Hilde

  • 10.01.2012, 21:38 UhrErnst

    Sehr vernünftige Ansichten, die Shiller äußerte. Da stimme ich durchaus zu.

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