Wissenswert

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Wissenswert: Schmutz-Zertifikate fallen durch

Der CO2-Zertifikatehandel der EU sollte Wirtschaft und Klimaschutz miteinander versöhnen. Doch eine Studie zeigt: Dem von der Politik herbeigesehnten Markt mangelt es nicht nur an Effizienz.

Der Schlot eines Kohlekraftwerks im Westen von Polen. Quelle: dpa
Der Schlot eines Kohlekraftwerks im Westen von Polen. Quelle: dpa

LondonTheoretisch ist die Sache einfach. Alles, was man braucht, um den Klimawandel zu bremsen, ist ein Preis für Kohlendioxid-Emissionen. Dann regelt der Markt den Rest. Schließlich rechnen sich dann auch teure Investitionen in den Klimaschutz - solange sie billiger sind, als der Ausstoß der entsprechenden CO2 -Menge kostet.

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Auf dieser Logik basiert der Emissionshandel, den die Europäische Union (EU) 2005 eingeführt und seitdem schrittweise ausgebaut hat. Die Gesamtmenge der in der EU jährlich erlaubten Emissionsmengen ist gedeckelt, und Unternehmen können die Verschmutzungsrechte auf einem Markt handeln.

In der Realität gibt es allerdings ein Problem: Der CO2 -Preis fährt Achterbahn. Im ersten Jahr verdoppelte er sich auf fast 35 Euro, dann kollabierte er auf 15 Euro, stieg anschließend wieder fast auf die alten Höchstwerte und fiel schließlich wie ein Stein zu Boden. Derzeit kostet ein Zertifikat, das zum Ausstoß von einer Tonne Kohlendioxid berechtigt, weniger als sieben Euro.

Die Preisentwicklung ist gleich aus zwei Gründen problematisch. Zum einen leidet die Planungssicherheit von Investoren massiv unter den enormen Ausschlägen. Zum anderen ist das absolute Niveau des CO2 -Preises nach Ansicht vieler Umweltökonomen derzeit zu niedrig - Geld in teure Klimaschutzprojekte zu investieren, lohne sich momentan nur selten.

  • 31.05.2012, 21:37 UhrMazi

    Stümperhaft von der Bundesregierung organisiert und durchgeführt.

    Es haben zu viele mitgewirkt, die sich am Thema "wärmen" wollten aber von der Sache keine Ahnung hatten. Wie beim Euro war man auch hier der Meinung, dass bereits eine gute Idee den Erfolg ohne Arbeitseinsatz beschert. Geradezu eine Blaupause für den Euro.

  • 31.05.2012, 22:42 UhrUmwelttechniker

    Der CO2 Handel ist nur Schwachsinn, kostet nur Geld, das heist es verteuert sich alles, nur der Staat verdient dabei. Wer glaubt dass dies der Umwelt was bringt, der glaubt auch dass wenn er den Vorhang zumacht die SWonne nicht mehr scheint.

  • 31.05.2012, 23:55 Uhrvandale

    Die CO2 Zertifikate sind sehr erfolgreich!

    Die wohlhabenden industriegesellschaften sind das Feindbild der Oekoreligion. Nach der Endlichkeit der Rohstoffe, Club of Rome 1972, wonach das Industriezeitalter mangels Rohstoffen zuende gegangen sein müsste, dem Waldsterben gem. dem die Menschheit bereits erstickt sein müsste, ist die CO2 Klimahölle in der die Sündigen erschwitzen die aktuelle Oeko-Endzeitkatastrophe.

    Die Industriegesellschaften basieren auf der Nutzung fossiler Rohstoffe als preiswerter Energiequelle. Eine Verknappung der Rechte, diese hat man mittels Zertifikaten verbrieft, führt zu einer Reduzierung des Energieverbrauchs und des Wohlstands.

    Industrieunternehmen mit grossem Energieverbrauch, Kraftwerke, Stahlwerke, Zementherstellung, Elektrochemie...stehen im weltweiten Wettbewerb. Zusätzliche Kosten durch CO2 Zertifikate verschlechtern die Wettbewerbsposition gegenüber dem Rest der Welt der mit dieser Religion nichts anzufangen weiss. Bei jeder Neuinvestition, Erweiterungsinvestition, Entscheidung ob ein Produktionsstandort erhalten bleibt, wird die Kostensituation geprüft. Ein stark schwankender CO2 Preis wird als Risiko empfunden und verhindert Neu- und Erhaltungsinvestitionen.

    Insofern ist ein schwankender CO2 Zertifikatepreis sehr erfolgreich in Hinsicht auf eine schnelle Deindustrialisierung Deutschlands*.

    Vandale

    *Fr. M war als Klimakanzlerin sehr an einem EU Abkommen interessiert und so hat sie andere EU Länder, z.B. Polen, mit zusätzlichen CO2 Zertifikaten zu Lasten Deutschlands überzeugt.

    ist

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