
DÜSSELDORF. Welche Fluggesellschaft ist die sicherste? Diese Frage beantwortet das "Crash Data Evaluation Center" (Jacdec) jedes Jahr mit seinem Ranking der 60 größten Airlines. Für viele Reisende gehört die Statistik zur Pflichtlektüre, bevor sie einen Urlaub buchen.
Doch gut beraten sind sie damit offenbar nicht - denn im Flugmarkt sagt die Vergangenheit wenig aus über die Zukunft, stellten zwei amerikanische Betriebswirte vor einigen Jahren fest. Im Gegenteil: Je mehr Fehler einer Airline in den vergangenen Jahren unterlaufen sind, desto weniger passieren ihr in der Zukunft, zeigten sie mit Daten aus dem US-Markt.
Lernen Firmen also mehr aus Fehlern als aus Erfolgen? Diese Frage wird unter Betriebswirten heiß diskutiert. Die Flugmarktstudie spricht zwar dafür, doch die statistische Analyse hatte einen entscheidenden Mangel: Während die Forscher die Fehlschläge anhand der Zahl der Unglücke und Beinahe-Abstürze leicht messen konnten, war das bei den Erfolgen unmöglich. Als Indikator dafür nutzten sie schließlich das Alter der Airline - ein viel zu grober Maßstab.
Bessere Erkenntnisse über die Frage, wie Lernprozesse in Firmen eigentlich ablaufen, liefern jetzt die beiden Nachwuchsforscher Vinit Desai von der University of Colorado und Peter Madsen von der Brigham Young University in Utah. In einer bislang unveröffentlichten Studie, die erst im kommenden Juni im renommierten "Academy of Management Journal" erscheinen wird, ist es ihnen gelungen, die Wirkung von Fehlern und die von Erfolgen gesondert zu betrachten.
Ob man Politik mit einem Unternehmen vergleichen kann?
Da gilt das aber nicht, oder?
http://www.handelsblatt.com/meinung/kommentar-politik/bundeswehr-jung-verzoegert-den-ruecktritt-nur;2490195
Da wird man wohl nur bundesminister für etwas "unwichtigeres", wie für Arbeit und Soziales.
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