Vertreter der Deutschen Arbeitsgemeinschaft Statistik sowie der Deutschen Statistischen Gesellschaft machtem dem Handelsblatt in Gesprächen deutlich, dass die Journalrankings, die die Grundlage für die Handelsblatt-Liste bilden, die internationalen A- und B-Journals im Bereich der Statistik nur sehr unzureichend abdeckten. Einer der Hauptgründe dafür dürfte sein, dass zahlreiche wichtige Statisik-Journals nicht in der EconLit-Datenbank verzeichnet nicht und daher z.B. bei Combes/Linnemer nicht berücksichtigt wurden.
Die alte Handelsblatt-Journalliste war nicht geeignet, die Forschungsleistung von VWL-nah arbeitenden Statistikern adäquat zu erfassen. Die Alternative zur Erweiterung der Journalliste um wichtige Statistik-Zeitschriften wäre gewesen, Statistiker komplett aus dem Ranking auszuklammern. Dies wäre aber mit erheblichen Abgrenzungsproblemen auf Professorenebene verbunden gewesen. Zum einen, weil die VWL-nahen Statistiker an vielen Universitäten organisatorisch und administrativ Teil der VWL-Fakultät sind. Zum anderen, weil eine klare Abgrenzung zwischen Statisikern und Ökonometrikern in vielen Fällen nicht möglich erscheint.
Die Auswahl und Gewichtung der Statistik-Journals, die neu ins Handelsblatt-Ranking aufgenommen wurden, erfolgte nach einem objektiven Verfahren auf Basis der ISI-Impact-Faktoren Bei der Gewichtung dieser Zeitschriften orientiert sich das Handelsblatt neben den ISI-Impactfaktoren an einem schon länger existierenden Journalranking des Dortmunder Fachbereichs Statistik, das dort für kumulative Habilitationen maßgeblich ist und Statistik-Journals in drei Qualitätsgruppen einteilt.
