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15.09.2008 
Handelsblatt Ökonomenranking Volkswirtschaftslehre (VWL)

Ansturm einer neuen Ökonomen-Generation

von Olaf Storbeck

Das Handelsblatt-Ökonomenranking 2008 zeigt: Junge, forschungsstarke Volkswirte verdrängen zunehmend die Altvorderen ihres Fachs. Eines allerdings ändert sich bis heute nicht: Die VWL ist eine klare Männerdomäne.

Illustration: Lutz Widmaier für HandelsblattLupe

Illustration: Lutz Widmaier für Handelsblatt

Holger Görg kann sich noch gut erinnern an die Zeiten, als Deutsche in der angelsächsischen Ökonomenszene nicht richtig ernst genommen wurden. „Noch vor zehn Jahren wurde man auf internationalen Konferenzen als Deutscher oft belächelt“, erzählt der 38-jährige Ökonomie-Professor, der im Februar von Nottingham nach Kiel wechselte. „Das hat sich heute drastisch geändert. Es hat sich im Ausland herumgesprochen, dass auch aus Deutschland sehr gute ökonomische Forschung kommt“, sagt der Außenhandelsspezialist, der zu den forschungsstärksten deutschsprachigen Volkswirten seiner Generation gehört.

Top 200 Lebenswerk 2008

Top 100 aktuelle Forschungsleistung

Top 100 unter 40 2008

Dass die Qualität der wirtschaftswissenschaftlichen Forschung in den vergangenen zehn Jahren drastisch gestiegen ist, ist auch ein zentrales Ergebnis des Handelsblatt-Ökonomenrankings Volkswirtschaftslehre (VWL). Die Publikationsleistung der 100 aktivsten Volkswirte in Deutschland, Österreich und der deutschsprachigen Schweiz ist heute im Schnitt um fast 40 Prozent höher als vor zehn Jahren. Mit dem gleichen Forschungsoutput, der 1998 für Platz 50 reichte, läge ein Forscher heute nur noch auf Platz 120. „Der Wettbewerb ist innerhalb der deutschen VWL hart“, sagt der 29-jährige Kieler Junior-Professor Christian Merkl.

Neue Trends in VWL und BWL – der Ökonomie-Newsletter informiert sie einmal pro Woche über neue Trends in VWL und BWL

Seit 2006 analysiert das Handelsblatt jährlich die Publikationsleistung aller im deutschsprachigen Raum tätigen Volkswirte. Am 15. September veröffentlicht das Handelsblatt die Ergebnisse für die Einzelforscher, das Ranking für die forschungsstärksten Fachbereiche folgt eine Woche später. Grundlage des Rankings ist eine eigene Datenbank, in der die Veröffentlichungen von mehr als 1 250 Forschern an gut 90 Universitäten und Instituten in Deutschland, Österreich und der deutschsprachigen Schweiz erfasst sind. Bei der Bewertung der Publikationen folgt das Handelsblatt international etablierten Standards zur Evaluierung ökonomischer Forschung.

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