Tatsächlich zeigt das Handelsblatt-Ranking: Die Zeiten, in denen die Bonner Volkswirte in Sachen Forschung in Deutschland unangefochtene Marktführer waren, sind Geschichte. Die Rheinländer haben Konkurrenz bekommen – von ihren Kollegen aus Mannheim und München. Wie in Bonn betreiben die Professoren der dortigen VWL-Fakultäten in der Breite Forschung auf internationalem Niveau.
Andere große Fakultäten wie Frankfurt und Köln sind auf gutem Wege, in absehbarer Zeit ebenfalls zur Spitzengruppe zu gehören – beide Unis haben ihre Forschungsleistung in den letzten Jahren deutlich gesteigert. Die beiden großen Berliner Unis, die unter starker Geldnot leiden, müssen dagegen kämpfen, um den Anschluss an die Spitzengruppe nicht zu verlieren
.Der wissenschaftlichen „Champions League“ steht eine Gruppe von rund 50 Unis gegenüber, die nicht über die Kreisklasse hinauskommen. Ihre Professoren arbeiten von einzelnen Ausnahmen abgesehen nicht auf internationalem Niveau.
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Das Qualitätsgefälle zwischen den beiden Gruppen ist gewaltig. So haben die drei forschungsstärksten deutschen Professoren der vergangenen fünf Jahre – Peter Egger aus München, Patrick Schmitz aus Köln und Kai Konrad von der FU Berlin – in dieser Zeit zusammen so viel publiziert wie fast dreißig der schwächsten Fakultäten mit rund 150 Professoren.
In Zukunft dürfte sich das Qualitätsgefälle weiter vergrößern – schließlich gehen viel versprechende junge Forscher gezielt zu den besten Unis mit guten Doktorandenprogrammen. Würden die Doktoranden und Assistenten der Uni Bonn eine eigene Fakultät bilden, läge diese im Uni-Ranking auf Platz 28 – knapp hinter Aachen, aber deutlich vor Freiburg und Münster.
Zwischen der Elitegruppe und den forschungsschwachen Unis gibt es nur ein kleines Mittelfeld von etwa zehn Hochschulen. Diese können in Relation zu ihrer Größe respektable Forschungsleistungen vorweisen – dazu gehören Heidelberg, Kiel, Bielefeld und Dortmund.
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