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17.11.2008 
Wissenschaftliche Studie

Warum Netzwerken reich macht

von Olaf Storbeck

"Networking", das Knüpfen und Pflegen von Beziehungen, ist seit Jahres eines der Modethemen schlechthin. Jetzt haben Ökonomen untersucht, was es wirklich bringt - am Beispiel der Alumni-Netze von US-Universitäten. Lesen Sie, warum Vitamin B bares Geld wert ist.

Richtiges Networking zahlt sich aus. (Foto: dpa)  Lupe

Richtiges Networking zahlt sich aus. (Foto: dpa)

Eigentlich gibt es den Begriff in der deutschen Sprache gar nicht. Vor vier Jahren aber hat die "Duden"-Redaktion kapituliert und das Kunstverb "netzwerken" in die Rechtschreib-Bibel aufgenommen, ebenso wie die englische Originalvokabel "Networking". Schließlich ist das Knüpfen und Pflegen von Beziehungen, das "Networking" eben, seit Jahren eines der Modethemen schlechthin. Kontaktplattformen wie Facebook, Xing und StudiVZ gehören zu den größten Erfolgsgeschichten des Internets.

Aber wie wichtig sind persönliche Netzwerke wirklich, und wie funktionieren sie? Ein amerikanisches Forscherteam hat diese Frage untersucht. Die Wissenschaftler Lauren Cohen, Christopher Malloy (beide: Harvard) und Andrea Frazzini (University of Chicago) konzentrieren sich dabei auf die Alumni-Netzwerke amerikanischer Hochschulen und auf die Beziehung, die Manager von Aktienfonds und Vorstände von börsennotierten Unternehmen haben.

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Fondsmanager und Unternehmenslenker, die an derselben Uni studierten, haben oft ein besonders enges Verhältnis, so das Ergebnis der Studie. Viele Indizien sprechen dafür, dass in den Alumni-Netzwerken Insider-Informationen über Unternehmen kursieren. "Vernetzte Fondsmanager scheinen komparative Vorteile beim Sammeln von Informationen über börsennotierte Unternehmen zu haben", lautet das Fazit der Wissenschaftler.

Solche Fondsmanager haben offenkundig Wissensvorsprünge gegenüber anderen Investoren, die sich an der Börse zu Geld machen lassen. "Wir beobachten sowohl bei den Aktienbeständen als auch bei den Erträgen ein systematisches Muster, das sich über das gesamte Spektrum der US-Fondsmanager erstreckt", heißt es in der Studie, die in der aktuellen Ausgabe des "Journal of Political Economy" erschienen ist, einer der angesehensten ökonomischen Fachzeitschriften der Welt.

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