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Handelsblatt, 24.06.08 16:34
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Wirtschaft boomt - Konzerne schwächeln
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Der Handelsblatt-Firmencheck zeigt: Ertragsstärke ist keine Frage der Unternehmensgröße. Es sind die Nebenwerte aus dem Aktienindex, die 2007 die Führungsposition im Renditeranking übernehmen - und namhafte Konkurrenten abhängen.
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DÜSSELDORF. Während die Konjunktur brummt, erleiden die führenden deutschen Konzerne einen Schwäeanfall. Das zeige der Handelsblatt-Firmencheck: 68 Absteiger aber nur 46 Aufsteiger im Jahr 2007. Durchschnittlich erreichen die 127 bewerteten Unternehmen nur 452 Punkte, ein Jahr zuvor waren es noch 497. Daran gemessen war das Geschäftsjahr 2007 nicht ganz so erfolgreich, wie der erste und einfache Blick auf Nettogewinn oder Umsatz nahelegt. Allerdings: Sondereffekte bei einzelnen wie Solche Einblicke in bilanzielle Feinheiten macht erst die Umstellung auf die internationale Rechnungslegung möglich. Laut IFRS, inzwischen Bilanzierungsstandard für deutsche Konzerne, müssen die Unternehmen in ihren Jahresabschlüssen gesondert Informationen über "discontinued operations" (discos), das heißt über nicht fortgeführte Aktivitäten, machen. Früher kam das böse Erwachen für Aktionäre oft zu spät wenn die ertragreiche Konzern-Tochter längst beim neuen Eigentümer gelandet war. Heute finden bilanziellen Auswirkungen solcher Aktionen schon frühzeitig in der Gewinn- und Verlustrechnung ihren Niederschlag. Die Spitzengruppe im Handelsblatt-Firmencheck mit "außergewöhnlicher und überdurchschnittlicher" Ertragskraft hat sich 2007 kräftig ausgedünnt. Statt 34 Unternehmen (2006) haben es in diese Topkategorie nur noch 17 Unternehmen geschafft. Tröstlich nur, dass die meisten Dax-Konzerne mit leicht verbesserten Bewertungen im aktuellen Ranking platziert sind. Herausragend unter ihnen ist allerdings nur In die Toppositionen der vier Kriterien des Firmenrankings haben sich inzwischen aber andere vorgearbeitet, vornehmlich Nebenwerte des Aktienindex. Bei der Kapitalausstattung dominiert eine Spitzengruppe. Die bringt es locker auf 70 Prozent Eigenkapitalquote. Im Schnitt erreichen die Unternehmen 38,6 Prozent. Nach Ansicht von Experten ist ein Unternehmen damit aber solide kapitalisiert. "Weit höhere Quoten", sagt Thomas Kautzsch von der Unternehmensberatung Oliver Wyman, "werfen die Frage auf, ob die Firma nicht weiß was sie mit ihrem Geld anfangen soll." Dass TecDax-Unternehmen und Börsenneulinge wie Entscheidender für die Ertragsstärke eines Unternehmens sind die Cashflow-Relationen. Gemessen am Umsatz lässt sich daraus ablesen, welcher Anteil der Erlöse im Laufe eines Geschäftsjahres sich positiv auf die Gesamtliquidität eines Unternehmens auswirken. Und gemessen am Kapital zeigt die Quote, ob und wie viel Liquidität auf dem operativen Geschäft dem insgesamt eingesetzten Kapital zufließt. Cashflow-Kennziffern ergänzen immer mehr die Unternehmensanalyse neben den Klassikern wie Umsatz, operatives Ergebnis oder Jahresüberschuss. Wie wichtig das sein kann zeigt das Beispiel |