_

Radsport Doping: Armstrong beschuldigt Medien und Behörden

Ex-Radprofi Lance Armstrong beschuldigt Behörden und verschiedene US-Medien, illegal Informationen zu Untersuchungen ausgetauscht zu haben, in denen es um die Dopingvorwürfe geht.

Lance Armstrong: Hier bei der Tour Down Under 2011 Quelle: SID
Lance Armstrong: Hier bei der Tour Down Under 2011 Quelle: SID

Los Angeles (SID) - Der frühere Radprofi Lance Armstrong beschuldigt Behörden und verschiedene US-Medien, illegal Informationen zu Untersuchungen ausgetauscht zu haben, in denen es um die Dopingvorwürfe um den US-Amerikaner geht. Die Anwälte des siebenmaligen Tour-Siegers reichten dazu am vergangenen Mittwoch eine Mitteilung über Verstöße bei einem Bundesgericht ein.

Anzeige

Armstrongs Anwälte verwiesen auf Informationen, die zwischen Mai 2010 und Juni 2010 weitergegeben worden sein sollen. Es wird gefordert, auch die Beziehungen von US-Richtern zu Medien zu überprüfen, denn nur auf diesem Wege sei der Zugang zu Informationen möglich gewesen.

Jede zugespielte Notiz sei mit dem Ziel weitergegeben worden, den Ruf Armstrongs zu beschädigen. "Man versucht öffentliche Unterstützung für die Untersuchung gegen einen Nationalhelden zu erhalten, der bekannt ist für seine Rolle im Kampf gegen Krebs. Diese taktischen Züge können nicht ignoriert werden, da sie einen starken Anschein der Parteinahme beinhalten", heißt es in dem Papier.

Neben der New York Times und dem Wall Street Journal hätten auch das Magazin Sports Illustrated und die CBS-Fernsehsendung "60 Minutes" laut Armstrong illegal Informationen erhalten. Er hoffe, er könne die Journalisten zur Offenlegung ihrer Quellen bringen.

Armstrongs Anwälte fordern ebenfalls, Email-Kontakte und Telefonate zwischen Journalisten und Regierungsangestellten zu prüfen, die Zugriff auf Informationen der zuständigen Behörde haben. Die Statuten der US-Behörden besagen, dass während einer laufenden Untersuchung und vor einer Anklage alle Details geheim bleiben müssen.

Seit 2001 verfolgen Lance Armstrong Dopinganschuldigungen. Damals gab er bekannt, mit dem höchst umstrittenen italienischen Sportarzt Michele Ferrari zusammengearbeitet zu haben. Armstrong bestreitet die Vorwürfe noch immer vehement. "Ich habe es schon oft gesagt. Ich habe niemals leistungssteigernde Mittel genommen", sagte er.

Die französische Sporttageszeitung L'Equipe hatte im August 2005 berichtet, dass in sechs 1999 entnommenen Urinproben EPO gefunden wurde. Diese Proben konnten zweifelsfrei Armstrong zugeordert werden, der 1999 das erste Mal die Tour de France gewann.

Quelle: SID
  • Die aktuellen Top-Themen
Formel 1 in Monte Carlo: Sechster Sieger im sechsten Rennen

Sechster Sieger im sechsten Rennen

Nico Rosberg ist bei seinem „Heim-Grand-Prix“ Zweiter geworden - knapp hinter Red-Bull-Pilot Webber. Sebastian Vettel fährt weit nach vorne, muss aber um die Punkte bangen. Für „Schumi“ war erneut vorzeitig Schluss.

Fußball EM: Razzia im italienischen EM-Trainingslager

Razzia im italienischen EM-Trainingslager

Der italienische Wettskandal hat die Nationalmannschaft erreicht. Bei einer Razzia im Trainingslager der Italiener durchsuchte die Polizei das Zimmer von Domenico Criscito.

Basketball NBA: San Antonio eröffnet Halbfinale mit Sieg

San Antonio eröffnet Halbfinale mit Sieg

Die San Antonio Spurs sind mit einem Zittersieg in das Play-off-Halbfinale der NBA gestartet. Beim 101:98 (46:47) gegen Oklahoma City rettete Manu Ginobili die Texaner.

  • Video

Hockey-Damen Deutschlands große Medaillenhoffnung

2007 holten die deutschen Hockey-Damen in Athen Gold - danach begann ein gradueller Abstieg. Doch bei den den Olympischen Spielen in London wollen sie den Fluch brechen und endlich wieder aufs Siegertreppchen.