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Radsport Doping: Reaktionen zum Urteil des CAS im Fall Contador

Reaktionen zum Urteil des Internationalen Sportgerichtshofs CAS im Fall Alberto Contador:

Gemische Reaktionen im Fall Alberto Contador Quelle: SID
Gemische Reaktionen im Fall Alberto Contador Quelle: SID

Frankfurt (SID) -

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Reaktionen zum Urteil des Internationalen Sportgerichtshofs CAS im Fall Alberto Contador:

Pat McQuaid (Präsident des Radsport-Weltverbandes UCI): "Das ist ein trauriger Tag für unseren Sport. Manche mögen glauben, dass dies ein Sieg ist, aber das ist nicht der Fall. Es gibt beim Thema Doping keine Gewinner. Jeder Fall, unabhängig von seinen Umständen, ist ein Fall zu viel."

Bjarne Riis (dänischer Teamchef von Alberto Contador bei Saxo Bank): "Das ist nicht das Ergebnis, was wir uns erhofft haben. Das Management ist im Moment immer noch dabei, das Urteil und die Dokumentation zu prüfen, um die Entscheidung besser zu verstehen".

Andy Schleck (Radprofi RadioShack und designierter nachträglicher Tour-de-France-Sieger 2010): "Es gibt keinen Grund, glücklich zu sein, weil ich die Tour auf sportlichem Weg gewinnen will. Ich habe immer an Albertos Unschuld geglaubt. Das ist ein trauriger Tag für den Radsport. Das einzig Gute ist, dass wir nach 566 Tagen Klarheit haben. Wir können endlich weiter machen."

Rolf Aldag (ehemaliger Sportdirektor HTC-Highroad): "Fakt ist, das Ergebnis kommt von unabhängigen Experten. Ich würde es nicht anzweifeln. Ich hätte auch einen Freispruch nicht angezweifelt. Ich würde davon ausgehen, dass er schuldig ist. Das Ergebnis zeigt, dass man nicht vor großen Namen zurücksteckt. Das Tragische ist aber, dass man jetzt keine korrekten Ergebnisse mehr hat. Fahrer wurden um ihr Siegerbild auf den Champs-Élysées gebracht."

Hans-Michael Holczer (Teamchef Katjuscha): "Das einzig Positive, was ich dem Urteil abgewinnen kann, ist die Tatsache, dass man uns nicht vorwerfen kann, dass wir Tour-Gewinner schonen würden. Aber die Dauer bis zum Urteil war unerträglich. Seine Karriere wird damit nicht komplett beendet sein."

Tony Martin (Zeitfahr-Weltmeister und Tour-de-France-Etappensieger): "Ich will die Schuld von Alberto nicht beurteilen. Aber es ist bedauerlich, dass das Verfahren fast zwei Jahre gedauert hat. Alle Ergebnisse sind jetzt null und nichtig. Das ist nicht gut für die Glaubwürdigkeit".

Eddy Merckx (fünfmaliger belgischer Tour-de-France-Sieger): "Das Urteil ist unerwartet und unglaublich. Ich bin traurig, weil es keine gute Nachricht ist. Wenn sie den Radsport zu einhundert Prozent sauber haben wollen, würden sie alle für positiv erklären. Es ist nicht gerecht, dass nur der Radsport so leidet. Ich glaube nicht, dass so etwas im Fußball passieren könnte. Der Radsport verliert die Nummer eins der Welt. Jemand möchte den Tod des Radsports."

Óscar Pereiro (spanischer Tour-de-France-Sieger 2006): "Zwei Jahre Sperre und im Urteil schreiben sie, dass Doping nicht nachgewiesen wurde. Jetzt haben wir schon zwei gesperrte Spanier, ohne dass ihnen der CAS oder die UCI etwas nachgewiesen haben. Ihr solltet euch schämen, was ihr mit uns abzieht. Ich glaube, dass er unschuldig ist. Ich kenne ihn."

Juan Carlos Castaño (Präsident spanischer Radsport-Verband RFEC): "Es ist eine sehr traurige und unangenehme Nachricht für den spanischen Radsport und den Sport in unserem Land im Allgemeinen. Wir hatten Hoffnung, dass das Urteil positiv ausfällt, obwohl es immer Zweifel gibt."

Carlos Sastre (spanischer Tour-de-France-Sieger 2008): Die Entscheidung ist lächerlich, schwer zu verstehen und ohne jede Logik. Wenn du Beweise für Doping hast, bestraft du. Aber wenn es keine Beweise gibt, kannst du das nicht machen. Die Titel, die man ihm nimmt, hat er legal gewonnen."

Miguel Indurain (fünfmaliger spanischer Tour-de-France-Sieger): "Das ist eine Schweinerei. Das habe ich nicht erwartet. Das ist eine schlechte Nachricht."

Quelle: SID
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