Handelsblatt

_

Rohstoff-News: Gold: Zentralbankkäufe bleiben wesentliche Stütze

Gold handelt zu Wochenbeginn mit positiver Tendenz weiterhin unter der 1.400-US-Dollar-Marke. Gegen 14:00 Uhr MESZ wird das Edelmetall mit einem Plus von 0,79 Prozent bei 1.395,00 US-Dollar gehandelt....

FrankfurtGold handelt zu Wochenbeginn mit positiver Tendenz weiterhin unter der 1.400-US-Dollar-Marke. Gegen 14:00 Uhr MESZ wird das Edelmetall mit einem Plus von 0,79 Prozent bei 1.395,00 US-Dollar gehandelt.

Anzeige

Merkliche Preiszuwächse werden durch anhaltende ETF-Abflüsse verhindert. Am Freitag wurden die Bestände der von Bloomberg erfassten Gold-ETFs um weitere 6,4 Tonnen abgebaut, in der gesamten letzten Woche um 40 Tonnen, wie die Analysten der Commerzbank im heutigen „TagesInfo Rohstoffe“ schreiben. Daneben zeigten sich auch die spekulativen Finanzinvestoren Gold gegenüber skeptisch. Diese hätten ihre Netto-Long-Positionen die fünfte Woche in Folge auf 36.400 Kontrakte reduziert. Dies entspreche dem niedrigsten Stand seit Juli 2007, heißt es.

„Dass sich der Goldpreis angesichts dieser Trends noch relativ gut halten kann, liegt an der anhaltend robuste Münznachfrage seitens der Privatkunden und fortgesetzten Goldkäufen der Zentralbanken. Gemäß Daten des Internationalen Währungsfonds haben Zentralbanken der Schwellenländer auch im April Gold zur Diversifizierung ihrer Währungsreserven gekauft. Russland hat seine Goldbestände um 8,4 Tonnen aufgestockt. Auch Kasachstan (plus 2,6 Tonnen) war wieder auf der Käuferseite zu finden. Ebenso wurden aus der Türkei (plus 18,2 Tonnen) höhere Goldbestände vermeldet. Der World Gold Council berichtete unlängst, dass die Zentralbanken im ersten Quartal 109 Tonnen Gold gekauft hatten und geht ferner davon aus, dass diese im Gesamtjahr 2013 bis zu 550 Tonnen erwerben könnten. Die Zentralbanken bleiben damit eine wesentliche Stütze für den Goldpreis“, so die Commerzbank-Analysten.

  • Die aktuellen Top-Themen
Mitgliederansturm: Der unglaubliche Erfolg der Techniker Krankenkasse

Der unglaubliche Erfolg der Techniker Krankenkasse

Mehr als 130 Krankenkassen versichern hierzulande rund 70 Millionen Menschen. Viele schrumpfen sich gesund. Doch einem Institut rennen Wechselwillige die Türen ein. Was die Techniker Krankenkasse anders macht.

Internet-Kriminalität: Milliarden-Geldwäscheskandal aufgedeckt

Milliarden-Geldwäscheskandal aufgedeckt

US-Ermittler könnten den größten Geldwäscheskandal aller Zeiten aufgedeckt haben. Eine Transferfirma soll sechs Milliarden Dollar gewaschen haben. Die Kriminellen bedienten sich der Digital-Währung Liberty Reserve.

  • Depot-Contest
  • ANZEIGE
Depot-Contest : Wer am meisten aus Geld macht

Wer am meisten aus Geld macht

Welcher Vermögensverwalter ist der beste? Finden Sie es heraus: Wir lassen 30 Profis beim DAB-Depot-Contest gegeneinander antreten.