Signal Iduna, Puma, RAG
BVB erweitert Aufsichtsrat um Vorstandschefs

Mehr Einfluss für die strategischen Partner: Der börsennotierte deutsche Fußball-Vizemeister Borussia Dortmund will die Vorstandschefs seiner Geldgeber in den Aufsichtsrat wählen.
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DortmundBorussia Dortmund hat offenbar prominente Manager für seinen Aufsichtsrat gewonnen. Vorstandschef Björn Gulden vom Ausrüster Puma soll auf der Hauptversammlung des Bundesligisten am 24. November ebenso in das Gremium berufen werden wie Signal-Iduna-Chef Ulrich Leitermann und Werner Müller, Vorstandsvorsitzender der Essener RAG-Stiftung. Das geht aus der offiziellen Einladung zur Hauptversammlung des BVB hervor.

Beim aktuellen Tabellendreizehnten waren in den vergangenen Monaten über Kapitalerhöhungen nach dem Chemieriesen Evonik der Versicherungskonzern Signal Iduna mit 5,4 Prozent und der Sportausrüster Puma mit 5,0 Prozent eingestiegen. Folglich steht ihnen als Großaktionäre ein Sitz im Aufsichtsrat des Fußballklubs zu. Die RAG-Stiftung ist Mehrheitseigentümer von Hauptsponsor Evonik.

Das Spezialchemie-Unternehmen stockte seinen Anteil zuletzt auf 14,8 Prozent auf. Ausrüster Puma, Stadionnamengeber Signal Iduna und Trikotsponsor Evonik haben somit 14.855.040 der neuen Anteilsscheine gekauft. Insgesamt flossen dem Fußballclub brutto 140 Millionen in die Kassen.

Ziel des Engagements aus Sicht der Unternehmens ist es, den Verein langfristig an sich zu binden. Der aktuelle Vertrag mit Puma läuft etwa noch bis 2018.

Das frische Kapital kann der BVB im Wettstreit mit dem Erzrivalen FC Bayern gut gebrauchen, zumal sich der Ruhrgebietsclub nach dem ablösefreien Wechsel von Stürmerstar Robert Lewandowski zu Bayern München für rund 45 Millionen Euro mit neuen Spielern verstärkte. Hinzu kam zuletzt die Neuverpflichtung des 2012 für 15 Millionen Euro nach Manchester United abgewanderten Spielmachers Shinji Kagawa, die dem BVB nun acht Millionen Euro gekostet haben soll. Zudem verbuchte der Club in der vergangenen Saison wegen geringerer Erlöse aus Spielerverkäufen einen Gewinneinbruch. Netto blieben noch knapp zwölf Millionen Euro übrig, nach 52 Millionen in 2012/13.

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