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Kombinierer vergeben Sieg in Val di Fiemme

Im Kampf um die Vorherrschaft in der Nordischen Kombination haben die deutschen Winterzweikämpfer erneut einen Rückschlag hinnehmen müssen.
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Fabian Rießle lief als Dritter ins Ziel. Foto: Georg Hochmuth Quelle: dpa
Fabian Rießle

Fabian Rießle lief als Dritter ins Ziel. Foto: Georg Hochmuth

(Foto: dpa)

Beim Sieg des norwegischen Weltcup-Spitzenreiters Jan Schmid in Val di Fiemme schaffte man mit den Plätzen drei durch Fabian Rießle, vier durch Johannes Rydzek und acht durch Vinzenz Geiger zwar erneut ein gutes Mannschaftsergebnis, Erzrivale Norwegen aber war wieder besser.

Nur wenn die Skandinavier wie im Team-Sprint am Samstag auf ihre vier Top-Athleten verzichten, sind die Schützlinge von Bundestrainer Hermann Weinbuch nicht zu schlagen. Eric Frenzel und Geiger setzten sich da vor Rießle/Rydzek durch. Bereits am Freitag hatte der Norweger Jörgen Graabak gewonnen.

„Ich bin richtig sauer”, sagte Weinbuch. Der Grund dafür: Seine Athleten, allen voran Rydzek, agierten nicht, sondern reagierten nur. „Ich hatte schon am Freitag gesagt, dass wir uns Selbstvertrauen für das Springen nur über Siege holen können. Und heute hatten wir die Chance zu gewinnen”, schimpfte der Bundestrainer. Mit fehlender Risikobereitschaft käme man aber nicht weiter. „Zur Verteidigung von Johannes muss man sagen, dass er den Gesamtweltcup gewinnen will und daher mit seinen Kräften haushalten möchte. Es war sein dritter Wettkampf hier, vorige Woche war er krank und die Norweger haben sich geschont. Aber so hat er diesmal einen Sieg weggeworfen”, sagte Weinbuch.

Noch im Teamsprint hatte man das Gefühl, die Deutschen hätten die Folgen des Magen-Darm-Virus aus der Vorwoche überwunden: Sie lieferten eine Gala-Vorstellung in Sachen Teamgeist und gesunder interner Konkurrenz, die selbst Vierfach-Weltmeister und Sportler des Jahres Rydzek zu spüren bekam. Ausgerechnet sein junger Oberstdorfer Teamkollege Vinzenz Geiger bezwang ihn im Schlussspurt. Und das, obwohl Rydzek auf ihn gewartet und ihn mitgezogen hatte, um den Doppelsieg nicht zu gefährden. „Das war dann so nicht ganz geplant. Aber Vinzenz ist ein Wettkämpfer. Wenn er eine Chance sieht, nutzt er sie”, sagte Weinbuch mit einem breiten Grinsen.

Das verging ihm am Sonntag. Auf der Schanze gelang den Deutschen nicht viel, auch weil der Norweger Jarl Magnus Riiber mit seinen außergewöhnlichen Sprungkünsten die Anlauflänge der anderen vorgab, die damit nur schwer umgehen konnten. Im Lauf schlossen die Deutschen zumindest die Lücken in Richtung Platz drei schnell, aber das kostete Kraft. Und dann ließ man sich von Graabk das Tempo vorgeben. „Wir hätten früher schärfer laufen müssen, um Schmid noch zu kriegen”, gab auch Rießle zu.

Bis zu den Olympischen Spielen bleibt nicht mehr viel Zeit, um das nötige Selbstvertrauen zu holen. „Ich werde nächste Woche wieder reden. Wir können nur über den Wettkampf besser werden, nicht im Training”, betonte der Bundestrainer.

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