Netz-Bubble

Faxen statt Facebooken
Warum Deutschland die Digitalisierung verschläft

Die meisten deutschen Unternehmen nutzen häufiger Faxgeräte als soziale Netzwerke – das hat eine Umfrage im Auftrag des Branchenverbands Bitkom ergeben. Demnach setzen nur 15 Prozent für ihre interne und externe Kommunikation auf Social Media, nur 40 Prozent konferieren online.

Viel zu wenig, mäkelt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder zum Auftakt der IT-Messe Cebit. Die „Zurückhaltung bei der Nutzung sozialer Medien und beim Einstieg in die App-Ökonomie“ stehe symbolisch für den noch zu zögerlichen Ansatz vieler Unternehmen bei der digitalen Transformation.
Sind die Deutschen wirklich zu zögerlich bei der Digitalisierung? Auf der Handelsblatt-Facebook-Fanpage wird diese Frage kontrovers diskutiert. Es stimme – viele Mittelständler würden noch arbeiten wie vor 15 oder 20 Jahren, kritisiert ein Nutzer. „Ich kenne das sehr gut: Ohne Fax geht nichts.“

Ein anderer meint, den Grund für die abwartende Haltung zu kennen: Die Entscheider wollten sich nicht umgewöhnen und sich keine Konkurrenz im eigenen Büro schaffen. Denn bei jeder digitalen Innovation, die den Arbeitsalltag grundlegend verändern könnte, müssten sie befürchten, selbst den Anschluss zu verlieren.

Die Kolumne „Netz-Bubble“ erscheint immer dienstags im Handelsblatt Morning Briefing.

Welche Erfahrungen haben Sie gemacht? Verschläft Deutschland die Digitalisierung?

Tina Halberschmidt, Social-Media-Redakteurin
Tina Halberschmidt
Handelsblatt / Teamleiterin und Redakteurin Social Media
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