Netz-Bubble

#fedidwgugl
Die CDU versucht's mit Selbstironie – ein schmaler Grat

Das Netz spottet über den Unions-Kampagnen-Hashtag #fedidwgugl. Schaut man sich die Reaktion des CDU-Generalsekretärs an, scheint das aber Teil einer selbstironischen Kommunikationsstrategie zu sein. Kann das gut gehen?
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DüsseldorfDass der Bundestagswahlkampf mehr denn je in den sozialen Netzwerken toben wird, erkennt man daran, dass selbst die CDU einen eigenen Hashtag entwickelt hat: Das kryptische #fedidwgugl bedeutet „Für ein Deutschland, in dem wir gut und gerne leben“ – und zog auf Twitter einigen Spott auf sich. Vermutlich war diese Aufmerksamkeit aber genau der Plan der „Supergeil“-Werbeagentur „Jung von Matt“.

Dafür spricht etwa, dass CDU-Generalsekretär Peter Tauber die besten Sticheleien per Retweet selbst teilte und per Video mit einem Lächeln erklärte, wie der Hashtag ausgesprochen werde: „Fedid-W-Gugl“. Die Botschaft: Auch die CDU kann selbstironisch, kann locker sein. Als der Unions-Account aber ein Bild mit dem Text „Bei uns zum Download: der Staatstrojaner“ twitterte, war Schluss mit lustig. Ein Shitstorm folgte, die CDU löschte den Tweet. Ironie ist ein schmaler Grat. Vielleicht zu schmal für die Konservativen.

Hier können Sie ihre eigene #fedidwgugl-Kampagne erstellen

Die Kolumne „Netz-Bubble“ erscheint immer dienstags im Handelsblatt Morning Briefing.

Steffen Daniel Meyer
Steffen Daniel Meyer
Handelsblatt Online / Social-Media-Redakteur

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