Netz-Bubble

#Online-Wahlkampf
Facebook versucht sich an politischer Bildung

Auf Facebook kann man sich nun über die Positionen der Parteien informieren – in kleinen Häppchen. Den großen Show-Wahlkampf in der Timeline wird das aber nicht verschwinden lassen.
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DüsseldorfBei einigen Facebook-Nutzern erscheint seit Kurzem eine Info-Box zur Bundestagswahl in der Timeline. Wer darauf klickt, kann sich zu diversen Politikfeldern kurze Statements der Parteien durchlesen oder Videos anschauen – sofern die Partei eines hochgeladen hat. Das ist nett, da sich Wähler nun nicht mehr durch hunderte Seiten Parteiprogramm quälen müssen. Viel bringen wird das aber nicht.

Denn viele Facebook-Nutzer werden geradezu mit Späßen über FDP-Plakate bombardiert oder bekommen nur Posts aus dem rechtsgerichteten Spektrum angezeigt. Diese Aufmerksamkeitsmagneten verschwinden nicht einfach durch ein paar kurze Statements. Schuld daran ist aber nicht der Facebook-Algorithmus, sondern der Nutzer selbst, der sich mehr für die Show interessiert als für die Inhalte. Aber das ist nicht erst seit Facebook so.

Schreiben Sie mir: Show oder Inhalte? Wofür interessieren sich Nutzer mehr?

Die Kolumne „Netz-Bubble“ erscheint immer dienstags im Handelsblatt Morning Briefing.

Steffen Daniel Meyer
Steffen Daniel Meyer
Handelsblatt Online / Social-Media-Redakteur

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