Agrarsektor
Landwirte setzen auf Leasing

Die Bedeutung des Agrarsektors für die Finanzierungsbranche steigt. In Deutschland sind die Ausrüstungsinvestitionen 2007 um 8,4 Prozent gewachsen. Hohe Kapazitätsauslastungen und steigende Gewinne beflügelten die Nachfrage nach Maschinen, Fahrzeugen und Anlagen. Eine Branche im Aufwind.

KÖLN. Nach Schätzungen des Bundesverbandes Deutscher Leasing-Unternehmen (BDL) belief sich das Neugeschäft im Mobilien-Leasing 2007 auf 50,3 Mrd. Euro - ein Plus von zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Zu den beliebtesten Leasingobjekten zählten nach wie vor Straßenfahrzeuge mit einem Anteil von 56 Prozent am Neugeschäft, gefolgt von Produktionsmaschinen mit 13 Prozent. Letztere erlebten 2007 einen kräftigen Zuwachs und bescherten den Leasinganbietern in diesem Segment 20 Prozent mehr Geschäftsvolumen. Besonders nachgefragt wurden unter anderem Werkzeugmaschinen und Druckmaschinen.

Druckereibesitzer Heinz Schotte vertraut bereits seit über 30 Jahren auf Leasing. Auch im vergangenen Jahr investierte der Krefelder und orderte zwei neue Digitaldruckanlagen im Gesamtwert von rund 600 000 Euro. "Damit es keine Abstriche in der Qualität gibt, müssen alle Maschinen kompatibel sein. Häufig erfordert das die zeitgleiche Anschaffung mehrerer Anlagen", erklärt Schotte. Für einen Mittelständler wie ihn gelte es deshalb, "mutig zu investieren." Auf Leasing setzt er dabei aus einfachen Gründen: "So stehen mir unterschiedliche Vertragsmodelle zur Verfügung. Ferner investiere ich aus meinen laufenden Gewinnen in High-Tech. Diese Form der Finanzierung ist für mich ideal, wenn die Geschäfte sich gut entwickeln." Die Zauberformel der Branche lautet: "Pay as you earn".

Wachsenden Zuspruch findet Leasing auch in der bisher sehr zurückhaltenden Agrarbranche. Der gesamte primäre Sektor machte 2007 zwar nur einen Anteil von 2,3 Prozent am Neugeschäft aus. Der Trend weist jedoch deutlich nach oben, dank guter Agrarpreise und gestiegener Einkommen. Dr. Detlef Dresbach, selbst Landwirt und bei der Deutschen Leasing für das internationale Agrargeschäft verantwortlich, verweist auf die speziellen Anforderungen der Branche: "Gerade, wenn mit den Maschinen große Kampagnen gefahren werden, empfiehlt sich nach drei bis vier Jahren bereits eine Neuanschaffung." Bei durchschnittlichen Objektwerten zwischen 180 000 und 220 000 Euro bedeute das für die Betriebe einen erheblichen Investitionsdruck, der mit Leasing eigenkapitalschonend zu bewältigen sei.

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