Anzeichen für Stabilisierung
Lichtblick im Leasing-Auslandsgeschäft

Die Leasingbranche sieht zarte Anzeichen für ein Ende des dramatischen Abschwungs auf den Auslandsmärkten als Folge der Finanzkrise. Im ersten Halbjahr 2009 war das Leasingneugeschäft der deutschen Anbieter noch um 20 Prozent eingebrochen.

HB FRANKFURT. Das Ergebnis war damit noch schlechter ausgefallen, als zunächst prognostiziert. Die größten Probleme gab es dabei im Auslandsgeschäft: Vom Rückgang des Neugeschäfts waren zu drei Vierteln die Auslandsaktivitäten betroffen. Vor allem das Geschäft in Osteuropa gilt als problematisch.

Beim Branchenführer Deutsche Leasing sieht man jetzt aber erste Anzeichen für eine Stabilisierung. "Aufgrund der weltweiten Präsenz der Deutschen Leasing in nunmehr 22 Ländern in unterschiedlichen Wirtschaftsregionen ist es uns gelungen, die Einbrüche in einigen Regionen wie zum Beispiel in Südwesteuropa durch wiederum andere, boomende Märkte wie beispielsweise China zu kompensieren. Derzeit nehmen wir wieder leichte Anzeichen für eine Stabilisierung der Märkte wahr, wie ebenfalls von einigen deutschen Wirtschaftsverbänden vermeldet", sagt Rüdiger Freiherr von Fölkersamb, Vorstandsmitglied der Deutschen Leasing, gegenüber dem Handelsblatt .

Hinzu komme, dass das Vendorengeschäft - der Schwerpunkt der Auslandsaktivitäten der Deutschen Leasing - risikoaverser und auch nachhaltiger sei als beispielsweise das klassische Leasinggeschäft, das sich im Ausland auf Privatkunden und den kleineren gewerblichen Mittelstand fokussiert. Leasinggesellschaften mit diesem Schwerpunkt seien vermutlich stärker von Rückgängen betroffen.

Besonders attraktiv ist und bleibt der Baumaschinensektor, der auch getragen wird von besonderen Infrastrukturprogrammen in einigen Ländern. Dazu dürften auch die staatlichen Programme zur Ankurbelung der Konjunktur zählen. Hingegen ist die Automotive-Industrie angesichts der ungewissen Aussichten für die Zulieferer- und Automobilindustrie weltweit eher weiterhin von Zurückhaltung geprägt.

"Was wir in der aktuellen Situation spüren ist, dass einige global, aber auch europäisch agierende Leasinggesellschaften deutlich Druck aus ihren Vertriebsbemühungen genommen haben", sagt Fölkersamb. Die Hauptursache dafür liege in der Finanzierungssituation der Leasingunternehmen, seitdem die Finanzkrise Liquidität zu einem knappen und teureren Gut habe werden lassen. Da ausreichende Finanzmittel Grundlage für Investitionen in Leasingobjekte sind, müssen Leasingunternehmen bei der Auswahl neuer Projekte folgerichtig deutlich selektiver vorgehen.

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